P R E S S E M I T T E I L U N G

 

Oranienburg, den 09.05.2018

 

Schulentwicklungsplanung in Deutschland

 

Eine belastbare und gemeinsam abgestimmte Schulentwicklungsplanung von Gemeinden, Landkreisen und Bundesländern ist die Grundlage für die Entwicklung von Schulplätzen und Lehrerstellen. Leider genügen die aktuellen Planungen immer öfter nicht mehr dem Ursprungsgedanken „verlässliche Planung der Schulentwicklung“. Immer öfter ist festzustellen, dass die Schulträger hier lediglich einen inhaltslosen Plan aufstellen, der mit pauschalen Formulierungen gefüttert ist. Damit ist zwar dem Gesetz genüge getan, aber nicht der Bildung unserer Schülerinnen und Schüler.

 

Verwaltungen und Politik müssen sich übergreifend abstimmen, damit beide gemeinsam Schulplätze, sowie in Absprache und Planung mit den Universitäten Studienplätze für Lehrer gestalten können. Dies war der Ursprungsgedanke der Schulentwicklungsplanung, die immer mehr zum bürokratischen Übel verkommt.

 

Die bereits vor Jahren ausgerufene Bildungsrepublik Deutschland muss mit verlässlichen und ordentlich recherchierten Zahlen die nötigen Schulplätze und die fehlenden Lehrerstellen planen, denn ohne diese realistischen Zahlen für die Schulentwicklungsplanung werden wir dem Anspruch der Bildungsrepublik Deutschland nicht gerecht. Der Bundeselternrat fordert daher: Wir müssen von den Daten zu den Taten und unsere Primärressource auf ein solides Fundament stellen.

 

Aktuell bekommt man den Eindruck, dass sich die Schulentwicklungsplanung eher an den finanziellen Mitteln statt an den Schülerzahlen orientiert. Laut der jüngsten Meldung der Kultusministerkonferenz werden die Schülerzahlen steigen. Gerade aufgrund der mehrjährigen (1) Laufzeiten der Schulentwicklungsplanungen (2) müssen die Schulträger schnell und dringend handeln, damit nicht wertvolle Zeit verloren geht und erst wieder gehandelt wird, wenn es zu spät ist. Zahlreiche Schulentwicklungspläne in Deutschland gehen von veralteten Zahlen aus und verhindern somit die Bildungsrepublik Deutschland.

 

Wir dürfen nicht die Zukunft unserer Kinder verspielen.

 

 

1) In den Ländern und Gemeinden sind diese unterschiedlich.

2) Weil es insgesamt ca. 12.000 oder 30.000 Pläne von Norderney bis zum Allgäu und vom Kaiserstuhl bis nach Vorpommern gibt.

 

Ihr Ansprechpartner ist:

Stephan Wassmuth, Vorsitzender des Bundeselternrats

Telefon: 0172-56 49 900

E-Mail: stephan.wassmuth@bundeselternrat.de

Für Fragen und Stellungnahmen stehen wir gerne zur Verfügung.

 

Über den Bundeselternrat:

Der Bundeselternrat ist die Dachorganisation der Landeselternvertretungen in Deutschland.  Über seine Mitglieder vertritt er die Eltern von rund acht Millionen Kindern und Jugendlichen an allgemeinbildenden und an berufsbildenden Schulen. Der Vorstand des Bundeselternrates arbeitet ehrenamtlich.

 

Für eine bessere Lesbarkeit haben wir weitestgehend auf eine geschlechterspezifische Differenzierung verzichtet. Im Sinne der Gleichbehandlung gelten entsprechende Begriffe für beide Geschlechter.