
Bundeselternrat und Kultusministerium Baden-Württemberg ziehen positive Bilanz nach Chancengipfel-Gespräch
Bundeselternrat und Kultusministerium Baden-Württemberg ziehen positive Bilanz nach Chancengipfel-Gespräch
Im Nachgang zum gemeinsamen Chancengipfel des Bundeselternrates (BER) und der Bundesschülerinnenkonferenz (BSK) am 26. Juni 2026 haben sich Aline Sommer-Noack, Vorstandsmitglied des Bundeselternrates, und Staatssekretär Andreas Deuschle MdL zu einem vertiefenden Austausch über die Ergebnisse und deren bildungspolitische Einordnung für Baden-Württemberg getroffen.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die vier Handlungsfelder des Chancengipfels: Digitalisierung, Schulgesundheit und Wohlbefinden, Unterrichtsqualität sowie Chancengerechtigkeit. Die entwickelten kurz-, mittel- und langfristigen Lösungsansätze wurden mit den aktuellen Maßnahmen und Planungen des Landes Baden-Württemberg abgeglichen. Dabei zeigte sich, dass das Land in zahlreichen Bereichen bereits aktiv ist oder entsprechende Vorhaben vorbereitet. Die Ergebnisse des Chancengipfels waren in einem Strategiepapier festgehalten und politischen Vertretern übergeben worden.
Als bundesweite Interessenvertretung der Elternschaft sieht der Bundeselternrat seine Rolle darin, gute Ideen, erfolgreiche Konzepte und wirksame Strukturen zwischen den Ländern sichtbar zu machen. Gerade weil Bildungspolitik in Deutschland maßgeblich Verantwortung der Länder ist, kommt dem Austausch über Landesgrenzen hinweg besondere Bedeutung zu.
„Der Chancengipfel hat gezeigt, dass viele Herausforderungen bundesweit ähnlich wahrgenommen werden. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Baden-Württemberg in zahlreichen Bereichen bereits gute und tragfähige Lösungen entwickelt hat oder aktiv daran arbeitet. Der Bundeselternrat kann hier eine wichtige Schnittstellenfunktion übernehmen und erfolgreiche Ansätze länderübergreifend sichtbar machen. Die wertschätzende Aufnahme und die hohe Gesprächsbereitschaft des Kultusministeriums Baden-Württemberg gegenüber dem Bundeselternrat sind sicherlich auch auf die gute Arbeit des Landeselternbeirats Baden-Württemberg zurückzuführen“, erklärte Aline Sommer-Noack.
Im Gespräch wurde zudem deutlich, dass erfolgreiche Bildungspolitik nicht allein im Schulgebäude gelingt. Elternmitwirkung und eine gelebte Bildungs- und Erziehungspartnerschaft bilden eine wesentliche Grundlage für gelingende Bildungsbiografien. Kommunikation, gegenseitiges Verständnis und gemeinsame Verantwortung beginnen in den Familien, setzen sich im Austausch zwischen Elternhaus und Schule fort.
Staatssekretär Andreas Deuschle MdL unterstrich die Bedeutung dieses Dialogs: „Elternmitwirkung ist ein wichtiger Bestandteil unseres Bildungssystems und wird von uns entsprechend ernst genommen. Das ehrenamtliche Engagement vieler Eltern verdient Anerkennung und Wertschätzung. Ein erster Schritt dazu ist, sich Zeit für den Austausch zu nehmen und zuzuhören. In den Elternvertretungen steckt eine enorme fachliche Expertise. Sie betrachten Entwicklungen und Prozesse oftmals aus einem anderen Blickwinkel und liefern damit wertvolle Impulse für unsere Arbeit.“
Ein weiterer Erkenntnisgewinn des Gesprächs war die Bedeutung einer stärkeren Sichtbarkeit erfolgreicher Maßnahmen. Beide Seiten waren sich einig, dass erfolgreiche Projekte und Fortschritte stärker kommuniziert werden sollten, um Vertrauen zu schaffen, Orientierung zu geben und weitere Akteure zur Mitgestaltung zu ermutigen.
Norman Heise und Aline Sommer-Noack
Vorstand Bundeselternrat
Kontakt: info@bundeselternrat.de