Infobriefe

 

 

Info zum Jahrestreffen BNE

Information zum Jahrestreffen der BNE Fachforen und Partnernetzwerke

vom 31.07.2018

 

Liebe Delegierte,

 

im Auftrag des Plenums engagiert sich der Vorstand des Bundeselternrats seit 2015 verstärkt auf bundes­politischer Ebene. So wurden auch die übernationalen Bestrebungen in der Bildung als Aufgabenbereich angenommen.

 

Sowohl der PISA-Vergleich der OECD als auch die Behindertenrechtskonvention der UN haben in den letzten Jahren „heftige Wellenbewegungen“ im deutschen Bildungswesen und im Schulalltag unserer Kinder erzeugt. Auch wird immer deutlicher, dass die großen globalen Themen des Klima­wan­dels, der Migration, der Armut und deren ökonomischen Auswirkungen, nur dann eine Chance haben gelöst zu werden, wenn schon unsere Kinder in der Schule eine zukunftsfähige Bildung erhalten.

 

Daher ist die Umsetzung der, im Nationalen Aktionsplan für BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) beschriebenen Ziele und Maßnahmen dringend zu verwirklichen.

 

Der allgemeine Hintergrund dieser Entwicklung ist:

Viele der Erkenntnisse, die beim Jahresthema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ des Bundeselternrats im Jahre 2009 noch nicht als „sicher“ galten, bewertet die Wissenschaft inzwischen anders.

 

Fast täglich entnehmen wir den Nachrichten Berichte über negativen Auswirkungen, der Eingriffe des Menschen in die Regelkreise der Erde; populistische Regierungen, Belastung der Ozeane durch Plastikmüll, unzureichende Wasserversorgung. Die Erreichung – in den 17 SDGs (Sustainable Development Goals) festgeschriebenen – Ziele drängt umso mehr, als die Menschheit inzwischen gefährlich nah an den Punkt „of-no-return“ gekommen ist.

 

Gewachsen ist durch die Ratifizierung der UN-Agenda 2030 aber auch die Chance, nun weltweit gemeinsam etwas zu bewegen: Die meisten Staaten haben verstanden, dass gemeinsam gehandelt werden kann, ja sogar muss. 2015 beschlossen die Vereinten Nationen mit ihren Einsichten in die Breite zu gehen, die Menschen im Alltag zu erreichen und in der Umsetzung effektiver zu werden. Bildung soll dies bewirken.

 

Im Sinne der Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen war klar, dass wir als Vorstand des Bundeselternrats die Resolution der Bundesschülerkonferenz zur Bildung für nachhaltige Entwicklung durchsetzen helfen!

 

Hier ein kleiner stichwortartiger Überblick:

 

  • 2005-2015 UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • 2009 Jahresthema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ des Bundeselternrats
  • 2015 alle globalen Entwicklungsziele werden als miteinander zusammenhängend erkannt und die bisherigen Welt-Ziele werden in der AGENDA 2030 zu einem Paket, den 17 SDGs (Sustainable Development Goals) zusammengeschnürt, die auch Deutschland ratifiziert.
  • 2015 Start des Weltaktionsprogramms auf nationaler Ebene – so auch in Deutschland, unter Beteiligung des Bundeselternrats in der Nationalen Plattform BNE. Bildung soll die Inhalte der AGENDA 2030 transportieren.
  • 2016 das Fachforum Schule legt den fertigen Entwurf des Nationalen Aktionsplans mit Zielen und Maßnahmen zur Gestaltung dieses Prozesses für den Teilbereich Schule vor. Im Dezember begannen die Verhandlungen mit der KMK.
  • 2017 Einwilligungs-Beschluss der KMK-Amtschefkommission im Frühjahr. Am 20.06. wird der Nationale Aktionsplan unter Beteiligung des Bundeselternrats verabschiedet. Am 20.09. begrüßte das Bundeskabinett den Nationalen Aktionsplan in einer Stellungnahme.

 

Zum Jahrestreffen der BNE Fachforen und Partnernetzwerke am 20.06.2018 hielt die Staatssekretärin des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Quennet-Thielen eine Rede, die hier auszugsweise zusammengefasst wird:

 

Sie dankte zu diesem Jahrestag für die investierte Zeit und Energie, die in die Erarbeitung des Nationalen Aktionsplans BNE eingeflossen sei, und rief dazu auf, bei der Umsetzung ebenso viel Engagement aufzubringen. Die neuesten Ergebnisse des Monitorings der FU Berlin hätten deutliche Fortschritte bei der Verankerung von Nachhaltigkeit in unserem Bildungswesen verzeichnet.

 

Eine jüngst bundesweit durchgeführte, stichprobenartige Befragung von 2.500 jungen Menschen im Alter von 14 bis 24 Jahren und 525 Lehrerinnen und Lehrern zeigte: Die Bedeutung nachhaltiger Entwicklung ist in den letzten drei Jahren sowohl für Lehrkräfte, als auch für Schülerinnen und Schüler gestiegen. Bereits 4/5 der Lehrkräfte sehen es als ihre Aufgabe an, Nachhaltig­keitsthemen in ihren Unterricht zu integrieren.

 

Allerdings begegnet derzeit nur knapp die Hälfte der befragten jungen Menschen dem Thema nachhaltige Entwicklung in ihrer derzeitigen Bildungsinstitution. Jugendliche bewerten ihr Wissen über nachhaltige Entwicklung durchschnittlich mit der Schulnote 3. Lehrkräfte schätzen ihr Wissen über BNE sogar noch schlechter ein.

 

Das Anfang Juni veröffentlichte Gutachten einer internationalen Expertengruppe zur generellen, deutschen Nachhaltigkeitspolitik empfiehlt, die Bildung für nach­haltige Entwicklung und die Fähigkeit zum System­denken weiter zu stärken. Nachhaltige Entwicklung soll in die Lehrpläne auf allen Ebenen des Bildungssystems integriert werden. Der Nationale Aktionsplan BNE zeigt auf, wie das gelingen kann.

 

International viel beachtet gibt es seit September 2017 das erste bundesweite BNE-Jugendforum. Deren Arbeit sich in konkreten Projekten, Veranstaltungen oder durch Mitarbeit in den Fachforen und der Nationalen Plattform verwirklicht.

Mit rund 20 Veranstaltungen bundesweit will das BMBF den Nationalen Aktionsplan weiter in die Breite tragen und bekannter machen. Laut Koalitionsvertrag soll die Förderung der BNE in dieser Legislaturperiode „intensiviert“ werden.

 

Mit dem Ende des UNESCO-Weltaktionsprogramms im Jahr 2019 wird diese Arbeit nicht beendet: In diesem Frühjahr hat Deutschland die von Japan in den UNESCO-Exekutivrat eingebrachte Resolution zu einem BNE Folgeprogramm unterstützt. Das neue Programm wird die Bedeutung der Bildung für die Umsetzung aller Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) hervorheben.

 

Das Programm soll Anfang 2020 starten und ist, wie die Ziele für nachhaltige Entwicklung, bis zum Jahr 2030 angelegt. Als Zeichen des besonderen Engagements soll die große Auftaktveranstaltung dazu nach Berlin geholt werden.

 

Gemeinsam mit allen Beteiligten sehen wir uns als Bundeselternrat in der Verpflichtung hier weiterhin aktiv zu werden. Dazu ist eine Vertiefung des Themas BNE in den Bundesländern unausweichlich.

 

Herzliche Sommergrüße,

 

gez. Euer Vorstand

 

 

Infobrief Nr. 6 vom 18.07.2016

 

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung - Informationsmaterial

 

Liebe Delegierte und Mitglieder des Bundeselternrats,

 

In Ergänzung zu unserer letzten Pressemitteilung zum Agenda-Kongress des Bundesbildungsministeriums vom 11. bis zum 12. Juli 2016 in Berlin möchten wir Euch weiteres Informationsmaterial für eure Arbeit in den Ländern übermitteln.

 

Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule:

Im Rahmen der Workshops wurde auf dem Agenda-Kongress im Fachforum Schule von Prof. Dr. Gerd Michelsen von der Leuphana Universität Lüneburg seine Studie aus 2015 zum Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule - Ergebnisse aus dem Greenpeace Nachhaltigkeitsbarometer 2015“ (s. Anhang) vorgestellt. Mit dieser Studie wird umfassend dargestellt, inwieweit Bildung für eine nachhaltige Entwicklung Einzug in den Unterricht gefunden hat.

 

Eckpunkte zum Monitoring der nationalen Umsetzung des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung:

Durch die Arbeitsstelle des Wissenschaftlichen Beraters des UNESCO-Weltaktionsprogramms für Bildung für eine nachhaltige Entwicklung Prof. Dr. Gerhard de Haan wird ein Monitoring-Verfahren zur Erfassung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) im deutschen Bildungssystem entwickelt und durchgeführt. Ziel ist das Ausmaß und die Qualität der BNE-Aktivitäten in allen Bildungsbereichen zu ermitteln. Auch Eltern könnten sich am BNE-Monitoring beteiligen.

www.bne-portal.de/kurzerhebung_zum_monitoring_im_wap_bne

 

Kultusministerkonferenz (KMK):

Die Kultusministerkonferenz hat zusammen mit der UNESCO schon 2007 einen Überblick über die Erwartung an einen Bildung für eine nachhaltige Entwicklung geschaffen.

http://www.globaleslernen.de/sites/default/files/files/link-elements/empfehlung_20zur_20_22bildung_20f_c3_bcr_20nachhaltige_20entwicklung_20in_20der_20schule_22.pdf‚Äã

Die Kultusministerkonferenz hat zusammen mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im gleichen Jahr mit dem Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung den Grundstein für eine Bindung für eine nachhaltige Entwicklung gelegt.

http://www.globaleslernen.de/sites/default/files/files/link-elements/orientierungsrahmen_20f_c3_bcr_20globales_20lernen.pdf

 

 

Das Ergebnis des gemeinsamen Projekts der Kultusministerkonferenz (KMK) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wurde 2015 überarbeitet und durch die Kultusministerkonferenz zur Verfügung gestellt

https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/2015/2015_06_00-Orientierungsrahmen-Globale-Entwicklung.pdf

 

Bundeselternrat:

Unter dem Jahresthema "Bildung für nachhaltige Entwicklung" hat der Bundeselternrat im Jahr 2009 folgende Resolutionen Verfasst:

http://www.bundeselternrat.de/files/Dokumente/Resolutionen/2009/FT%2001_Resolution_BER_HS_090125.pdf

http://www.bundeselternrat.de/files/Dokumente/Resolutionen/2009/HPT_Resolution_Kinderrechte_BadHersfeld_20091122.pdf‚Äã

http://www.bundeselternrat.de/files/Dokumente/Resolutionen/2009/FT%2003_Resolution_Bildung_Templin_20090927.pdf

http://www.bundeselternrat.de/files/Dokumente/Resolutionen/2009/BER_Resolution_FPT_090517.pdf

http://www.bundeselternrat.de/files/Dokumente/Resolutionen/2009/FT02_Resolution_FT_RS_GY_BBS_090426.pdf

Unter dem Jahresthema "Netzwerkarbeit für Kinder- Lernen vor Ort" im Jahr 2010:

http://www.bundeselternrat.de/files/Dokumente/Resolutionen/2010/BER_HPT10_Resolution_Netzwerk_demokratische_Struktur_20101128.pdf

Unter dem Jahresthema 2006 "Selbstständige Schule- Lebenslanges Lernen":

http://www.bundeselternrat.de/files/Dokumente/Resolutionen/2006/HPT2006_Resolution_ Nachhaltigkeit der schulischen Bildung.pdf

 

 

Wolfgang Pabel

Pressesprecher/stellvertretender Vorsitzender

mobil: 0160 6106168

E-Mail: wolfgang.pabel@bundeselternrat.de

 

Anhang:

Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule - Ergebnisse aus dem Greenpeace Nachhaltigkeitsbarometer 2015 (Prof. Dr. Gerd Michelsen - Leuphana Universität Lüneburg ‚Äì Senior-Professor für Nachhaltigkeitsforschung)

Kurzbeschreibung und grafische Darstellung Monitoring BNE: Eckpunkte zum Monitoring der nationalen Umsetzung des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung (Prof. Gerhard de Haan ‚Äì Freie Universität Berlin - Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie)

 

 

Infobrief Nr. 5 vom 04.07.2016

 

Personen und Positionen

 

Liebe Delegierte und Mitglieder des Bundeselternrats,

 

der Bundeselternrat erlebte in seiner letzten Plenartagung vom 03.06-05.06.2016 neben der intensiven Arbeit mit dem für Eltern sehr wichtigen Thema Bildungsfinanzierung und deren Umsetzung im Bund, in den Ländern und in den Kommunen, Veränderungen in der Besetzung des Vorstandes.

 

Der Vorsitzende des Bundeselternrats Michael Töpler aus Nordrhein-Westfalen und die stellvertretende Vorsitzende Andrea Spude aus Bremen legten mit sofortiger Wirkung ihre Ämter aus persönlichen Gründen nieder. Michael Töpler nahm sein Amt seit Herbst 2014 und Andrea Spude seit Frühjahr 2014 in der Arbeitsgemeinschaft der Landeselternvertretungen der Bundesrepublik Deutschland wahr. Evelin Becker aus Sachsen beendete ihre Amtszeit nach drei Jahren als Vorstandsmitglied für Finanzen turnusgemäß.

 

Erika Takano-Forck aus Berlin war und bleibt stellvertretende Vorsitzende. Horst Leinert, Delegierter für die Hauptschulen des Bayerischen Elternverbands e.V., wurde zum neuen Vorstandsmitglied für Finanzen gewählt. Wolfgang Pabel aus Niedersachsen wurde in seinem Amt als stellvertretender Vorsitzender wiedergewählt. Bis zur satzungsgemäßen Neuwahl eines Vorsitzenden im Herbst 2016 wird nach Abstimmung im Vorstand, Wolfgang Pabel die Funktion des Sprechers des Bundeselternrats übernehmen. Eine aktive Unterstützung durch den Hauptausschuss wurde dem neuen Vorstand zugesagt.

 

In der Planungstagung vom 17.06 ‚Äì 19.06.2016 wurden neben der inhaltlichen Arbeit zu den zukünftigen Tagungen im Jahr 2017 und 2018 auch weitere Entscheidungen zur Arbeit im Bundeselternrat getroffen. So hat der Hauptausschuss entschieden, die Zusammenarbeit mit dem „Förderverein Bundeselternrat e.V.“ unter der Leitung von Hans-Peter Vogeler zu intensivieren. Herr Vogeler hat zudem angeboten, den Vorstand bei der dringenden Antragstellung der Projekte im Bereich der Finanzen für das Jahr 2017 zu unterstützen. Der Vorstand nimmt dieses Unterstützungsangebot gerne wahr. In der anschließenden Übergabe der Geschäfte vom Altvorstand an den neuen Vorstand am 19.06.2016 legte Dr. Chris Benner überraschend sein Amt als Geschäftsführer nieder. Seine reguläre Amtszeit wäre mit dem Ablauf seines Vertrages zum 30.06.2016 beendet worden.

 

Der neue Vorstand bedankt sich bei allen ehemaligen Vorstandsmitgliedern und dem Geschäftsführer für ihr Engagement und ihren umfassenden Einsatz für den Bundeselternrat. Wir bitten alle Delegierten und Mitglieder, im Interesse der gemeinsamen Sache ‚Äì Elternvertretung auf der Bundesebene, den Bundeselternrat aktiv und kreativ voran zu bringen.

 

Herzliche Grüße im Namen des Vorstandes

 

Wolfgang Pabel

E-Mail: wolfgang.pabel@bundeselternrat.de

 

 

Infobrief Nr. 4  vom 19.05.2016

 

Bundespressekonferenz des Aktionsbündnis Nichtrauchen mit dem Bundeselternrat am 24. Mai 2016 um 11 Uhr im Haus der Bundespressekonferenz Raum 1-2

 

Tabakwerbung und die Werbung für E-Zigaretten ist in Deutschland immer noch allgegenwärtig. Besonders in der Außenwerbung, im Kino und im Fernsehen ist die Werbung für Tabakprodukte und E-Zigaretten sehr präsent.

 

Der Bundeselternrat möchte zusammen mit der Stiftung Deutsche Krebshilfe, dem Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) und dem Aktionsbündnis Nichtrauchen mit seiner gemeinsamen Pressekonferenz am 24. Mai 2016 in Berlin auf diesen Missstand hinweisen, denn im europäischen Vergleich hinkt Deutschland mit seinen lückenhaften Regelungen zur Tabakwerbung dem Gesundheitsschutz leider immer noch ziemlich hinterher. Anlässlich des Welt-Nichtrauchertages am 31. Mai 2016 fordert die Deutsche Krebshilfe daher gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. (ABNR) und dem Bundeselternrat ein bundesweit umfassendes Tabakwerbeverbot. Das Aktionsbündnis Nichtrauchen und der Bundeselternrat begrüßen in diesem Zusammenhang den Vorstoß der Bundesregierung, Tabakwerbung und die Werbung für E-Zigaretten in Deutschland grundsätzlich zu verbieten. Eine Beschlussfassung über ein bundesweit umfassendes Tabakwerbeverbot ist aber vom Bundestag durchzuführen. Dieser Beschluss sollte in diesem Jahr gefasst werden, er steht aber bis dato leider immer noch aus!

 

Mit seiner Pressemitteilung vom 09.05.2016 Werbeverbot für Tabakprodukte und elektronische Zigaretten! hat der Bundeselternrat ausdrücklich auf diesen Regelungsbedarf hingewiesen und alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages eindringlich dazu aufgefordert, der Initiative von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zu folgen und grundsätzlich jede Form der Werbung für Tabakprodukte und E-Zigaretten in Deutschland aus dem öffentlichen Raum zu verbannen! Diese Pressemitteilung wurde durch ein starkes Votum der Landeselternvertretungen in Deutschland gestützt. Daher würde sich der Vorstand sehr darüber freuen, wenn sich die Vorsitzenden oder ihre Stellvertreter an der Pressekonferenz im Haus der Bundespressekonferenz beteiligen würden, um dem gemeinsamen Anliegen der Eltern auch in diesem Rahmen ein besonderes Gewicht zu verleihen.

 

Bei Interesse an einer Beteiligung an dieser Pressekonferenz möchten wir Sie bitten, dieses dem Pressesprecher des Bundeselternrates mitzuteilen, da zur Bundespressekonferenz nur angemeldete Personen einen Zutritt bekommen.

 

Ihr Ansprechpartner ist:

Wolfgang Pabel
stellvertretender Vorsitzender/Pressesprecher
mobil: 0160 6106168
E-Mail:  wolfgang.pabel@bundelelternrat.de

 

 

Infobrief Nr. 3 vom 25.03.2015

 

Aufruf zur Teilnahme an der Online-Petition: Weiterförderung von Schulsozialarbeit in Hessen!

Die Schulsozialarbeit ist mittlerweile zu einem unverzichtbaren Angebot an unseren Schulen geworden. Im Zuge des Bildungs- und Teilhabepakets wurde diese Maßnahme auch über den Bund finanziert. Im Ergebnis hat sich die Schulsozialarbeit an vielen weiteren Schulstandorten etabliert. Leider wurde die Finanzierung der Schulsozialarbeit über das Bildungs- und Teilhabepaket auf den 31. Dezember 2013 befristet. In der Folge wurde und wird die Schulsozialarbeit wieder an vielen Schulstandorten in Frage gestellt.

Der Bundeselternrat hat auf diesen Missstand mit seinen Pressemitteilungen vom 29.4.2014 und vom 19.12.2014 hingewiesen und mit der Forderung nach einem neuen „Bundesprogramm für "Jugendsozialarbeit in jeder Schule" entsprechend Stellung genommen. Viele Bundesländer haben seitdem versucht, die vormals durch den Bund finanzierten Schulsozialarbeiterstellen durch eigene Programme zu sichern. Im Gegensatz hierzu will sich aber das Land Hessen bis zur Mitte des Jahres 2015 komplett aus der direkten Verantwortung für die Schulsozialarbeit zurückziehen. Hessen hat allen geförderten Projekten für die Schulsozialarbeit zum 30.07.2015 gekündigt! Mit dem Haushaltsjahr 2015 werden diese Mittel dann dem Etat der Schulen zur Verfügung gestellt. Die Schulen in Hessen müssen dann selbst entscheiden, ob sie diese Mittel gesondert für die Schulsozialarbeit oder für die regulären Aufgaben der Schule einsetzen wollen. Die Verlagerung der Schulsozialarbeit in den direkten Verantwortungsbereich der Schule bedeutet, wie das Auslaufen des Bundesprogramms, den kompletten Rückzug aus der gesamtstaatlichen Verantwortung für die Schulsozialarbeit als eigenständige Profession. Der Bundeselternrat hat mit seiner Pressemitteilung vom 19.12.2014 ausdrücklich auf diesen besonderen und in der klaren Abgrenzung zur Schule zu verstehenden Arbeitsauftrag der „Jugendsozialarbeit“ unter der Trägerschaft der Jugendhilfe hingewiesen:

"Kinder- und Jugendsozialarbeit" ist ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag, dem sich der Bund, die Länder und die Kommunen in ihrer gemeinsamen Verantwortung stellen müssen. Daher fordert der Bundeselternrat einen bundesverantwortlichen Aktionsplan für eine tragfähige und flächendeckende Implementierung und Finanzierung der Jugendsozialarbeit an jeder Schule. Darüber hinaus fordert er eine klare rechtliche Zuständigkeit für die Jugendsozialarbeit als besonderen Teil der Jugendhilfe. Jugendsozialarbeit ist nicht die originäre Aufgabe der Schule, sondern der Vermittler zwischen der Erziehungsverantwortung der Schule und dem Elternhaus. (PM vom 19.12.2014)

 

Der Bundeselternrat bittet daher alle Eltern bundesweit, mit der Unterzeichnung der Online Petition:

https://www.openpetition.de/petition/online/weiterfoerderung-von-schulsozialarbeit-in-hessen

das Anliegen „Weiterführung von Schulsozialarbeit in Hessen“ zu unterstützen. In Absprache mit der hessischen Landeselternvertretung fordern wir die Landesregierung in Hessen auf, sich nicht aus der direkten Verantwortung für die „Jugendsozialarbeit“ zurückzuziehen. Vielmehr sollten die bestehenden Maßnahmen nach dem aktuellen Bedarf ausgebaut werden. Davon unbenommen steht die Forderung des Bundeselternrates nach einem übergeordneten Aktionsplan zur flächendeckenden Implementierung und Finanzierung der „Jugendsozialarbeit“ an jeder Schule.

 

 

Ihr Ansprechpartner ist:

Wolfgang Pabel
stellvertretender Vorsitzender/Pressesprecher
mobil: 0160 6106168
E-Mail:  wolfgang.pabel@bundelelternrat.de

 

 

Infobrief Nr. 2 vom 06.03.2015

 

Schulfahrten sind ein unverzichtbarer Bestandteil von Schule!

Für den Bundeselternrat ist die Durchführung von Klassenfahrten ein sehr wichtiges Element des schulischen Lebens. Im Rahmen der bundesweit angestrebten Erinnerungs- und Willkommenskultur ermöglichen Schulfahrten das Lernen an besonderen Orten und in Formen, die im normalen Schullalltag kaum umsetzbar sind. Zudem kann mit der Schulfahrt gerade die Klassengemeinschaft und das soziale Miteinander besonders gestärkt werden. Mögliche Probleme können thematisiert und bearbeitet werden. Schüler/innen und Lehrkräfte lernen sich in einem anderen Umfeld kennen, dies kann sich in der Folge besonders positiv auf das Unterrichtsklima und das Arbeitsverhalten im Schulalltag auswirken. Insofern unterstützen Schulfahrten den besonderen Auftrag der Schule, Unterricht, Erziehung und kulturelle Bildung in Einklang zu bringen.

 

Den positiven Auswirkungen von Schulfahrten stehen die Organisation und die Durchführung dieser Aktivitäten als große Herausforderung für die Lehrkräfte gegenüber. Neben der organisatorischen Vor- und Nachbetreuung obliegt den Lehrkräften bei einer Schulfahrt die umfassende Verantwortung für die ganztägige Betreuung unserer Kinder. Folgende Punkte sind hierbei zu beachten:

 

  • Die Kosten für Schulfahrten müssen für alle Teilnehmer tragbar sein. Das betrifft Schüler/innen und Lehrkräfte im gleichen Maße. Bei besonderen Lebenssituationen von Kindern muss es Lösungen geben, die jedem Kind die Teilnahme an einer Schulfahrt möglich macht. Dies gilt natürlich ausdrücklich auch für Kinder mit besonderen Unterstützungsbedarfen. Die Fahrtkosten, das Tage- und Übernachtungsgeld sowie die Nebenkosten, die aufgrund des Bildungsauftrages einer Schulfahrt, für die Lehrkräfte und andere begleitende Fachkräfte entstehen, müssen vollständig durch die Länder übernommen werden.
  • Im Grundsatz müssen Schulfahrten durch einen Schulfahrtenerlass geregelt sein. Schulfahrten sind demnach nicht als „freiwillige Leistungen“ der Lehrkräfte, sondern als verpflichtende Schulveranstaltung unter dem Gesichtspunkt „Lernen an einem anderen Ort“ anzusehen.
  • Bei der Arbeitszeit von Lehrkräften muss eine angemessene Regelung zur arbeitszeitrechtlichen Anrechnung bei der Teilnahme an einer Schulfahrt gefunden werden. Durch entsprechende Planung und ausreichende personelle Ausstattung mit Vertretungskräften kann ein Unterrichtsausfall vermieden werden.
  • Im Rahmen der Lehramtsausbildung müssen Lehrkräfte auf die besonderen Aufgaben während einer Schulfahrt vorbereitet werden.
  • Bei der Durchführung einer Schulfahrt ist ein von der Lehrkraft unabhängiges Verfahren für den Buchungsvorgang, das Haftungsrisiko und die Kontoführung festzulegen.
  • Es darf kein weiterer „Wettbewerb“ im Bereich der Schulfahrten entstehen. Entscheidend für das Gelingen einer Schulfahrt ist das Konzept und nicht die Entfernung des Reiseziels

 

Auf Grund der zunehmenden Arbeitsverdichtung innerhalb der Schulen und der finanziellen Anforderungen an Eltern und Lehrkräfte werden Schulfahrten immer mehr zum Spielball der schulpolitischen Diskussion. Mangelnde gesetzliche Regelungen sowie unzureichende Richtlinien im Bereich der Rahmenbedingungen führen immer mehr zu der Situation, dass auf Schulfahrten verzichtet wird. Wir fordern daher alle Kultusministerien auf, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Durchführung von Schulfahrten bundesweit und in jeder Schulform im Interesse aller Schülerinnen und Schüler selbstverständlich ist! Eltern und Schüler müssen hierbei aktiv in die Planung der Schulfahrten eingebunden werden.

 

Ihr Ansprechpartner ist:

Wolfgang Pabel stellvertretender Vorsitzender/Pressesprecher

mobil: 0160 6106168 E-Mail:  wolfgang.pabel@bundelelternrat.de

 

 

Infobrief Nr. 1 vom 17.02.2015

 

Gesundheitsgefährdung durch E-Shishas/E-Zigaretten

Der Vorstand des Bundeselternrates wurde vor drei Wochen von der Krebshilfe und einem  Expertenbündnis von Deutschem Krebsforschungszentrum  (DKFZ), Lungenärzten, Kardiologen, Kinder- und Jugendärzten  und der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung  (Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. ) angesprochen, bezüglich der Elektro-Shishas/Elektro-Zigaretten gemeinsam aktiv zu werden. Der Vorstand hat dies als willkommenen Anlass gesehen, die im Jahresthema 2014 "Gute Gesunde Schule" begonnene Aktivität des Bundeselternrates fortzusetzen und nachzuhalten. Wir möchten hiermit auf direktem Wege über die Hintergründe der gemeinsamen Bundespressekonferenz vom 11.2.2015 informieren. 

Zunächst als Mittel zur Entwöhnung und als teerfreie Alternative für die Zielgruppe Nikotinabhängiger eingeführt, entwickelt sich seit wenigen Jahren für die E-Zigaretten und E-Shishas ein rasant wachsender Markt. Das jugendgerechte Design mit zum Teil von Süßigkeiten nicht zu unterscheidender Aufmachung ist hierbei sehr auffällig. Die Werbung im Lifestyle heutiger Jugend legt daher die Vermutung nahe, welche Zielgruppe damit in Focus genommen wird:  E-Inhalationsgeräte sehen nicht nur cool aus, sondern schmecken z.T. nach Gummibärchen und finden immer mehr jüngere Konsumenten. Grundsätzlich können E-Inhalationsgeräte wegen einer Gesetzeslücke schon von Grundschulkindern erworben werden. 

Bei dem frühen Konsum von E-Shishas und E-Zigaretten im Kindesalter wird nach unserer Auffassung die Hemmschwelle zum Konsum von Tabakwaren im Grundsatz abgesenkt. So werden Kinder und Jugendliche frühzeitig an den Gebrauch von Inhalationsprodukten gewöhnt, die der Gesundheit schaden können. Alle erzieherischen Maßnahmen von Schule und Elternhaus, die mittlerweile bei Jugendlichen zu einem spürbaren Rückgang im Gebrauch von Tabakwaren geführt haben, werden somit konterkariert. Mangels Deklarationspflicht und fehlender Standards für Produktsicherheit ist mitunter nicht deklariertes Nikotin enthalten. Nikotin behindert die Entwicklung der kindlichen bzw. jugendlichen Lunge. Beim Erhitzen verschiedenster chemischer Inhaltsstoffe in unterschiedlicher Zusammensetzung und Kombinationsmöglichkeit entstehen zudem unkontrolliert gesundheitlich bedenkliche Stoffe, die durch Aerosole tief in die Lunge gelangen können. Dies und fehlende Langzeitstudien machen die Einschätzung der Unbedenklichkeit  fraglich und das genaue Ausmaß der Risiken schwer abschätzbar. Beispielweise wurde die Umwandlung von Propylenglykol (häufiges Frostschutzmittel - mitunter asthmaauslösend und schleimhautreizend), das nach Einschätzung des DKFZ im Liquid von E-Inhalationsgeräten den meisten Anteil ausmacht, im Januar in der im New England Journal of Medicine (2015; 372: 392-394) veröffentlichten Studie erneut thematisiert. Das hieraus nach neueren Erkenntnissen bei bestimmten Verbrennungstemperaturen entstehende  sogenannte "verborgene" Formaldehyd könnte auch das Krebsrisiko im Vergleich zur herkömmlichen Zigarette erheblich erhöhen. 

Ärzteblatt:  E-Zigaretten - Verborgenes Formaldehyd könnte Krebsrisiko erhöhen 

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt daher: "Solange keine unabhängige Analyse der Inhaltsstoffe und inhalierten Dämpfe eine gesundheitliche Unbedenklichkeit der Produkte nachweist ‚Äì auch im Hinblick auf einen Langzeitgebrauch ‚Äì rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom Konsum von E-Shishas ab. Diese Produkte gehören insbesondere nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen." 

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät vom Konsum von E-Shishas ab

Vor diesem Hintergrund fordert der Bundeselternrat alle Verantwortlichen auf,den Empfehlungen des Bundesinstitutes für Risikobewertung zu folgen und auch die als nikotinfrei deklarierten Produkte für Kinder und Jugendliche  zu verbieten, bis es hier gesicherte Erkenntnisse  gibt.  Der Gesetzgeber ist somit dringend zum Handeln aufgefordert, denn bislang können die Schulen und die Eltern nur mit einem Verbot über die Hausordnung der Schule als Schutzmaßnahme für die Kinder reagieren. 

Für den Bundeselternrat ergeben sich folgende Forderungen und Konsequenzen für eine Prävention: 

  • Der Verkauf und Gebrauch von E-Inhalatoren an und durch Minderjährige muss per Jugendschutzgesetz verboten werden. Darüber hinaus muss auch ein Werbeverbot, der Nichtraucherschutz und eine steuerliche Anpassung in Anlehnung an die Tabaksteuer in den Blick genommen werden.
  • Flankierende Angebote wie Aufklärungsmaßnahmen bei Pädagogen und Erziehungsberechtigten müssen vorgehalten werden.

Die Forderungen richten sich an den Bundesgesetzgeber, die Suchtbeauftragten, alle  mit dieser Thematik befassten Bundesministerien, sowie  die  Bundestagsauschüsse für Wirtschaft, Gesundheit, Jugend, Finanzen, Justiz, Bildung  und Verbraucherschutz.

 

Ihr Ansprechpartner ist:

Wolfgang Pabel stellvertretender Vorsitzender/Pressesprecher

mobil: 0160 6106168 E-Mail:  wolfgang.pabel@bundelelternrat.de

  

Pressespiegel zur Pressekonferenz am 11.2.2015

Stern: Krebshilfe fordert Verbot von E-Shishas für Teenager

Spiegel Online: Dampfen auf dem Schulhof: Krebsforscher warnen vor E-Shishas

Ärzteblatt: Kinderärzte sagen E-Shishas den Kampf an

Rauchfrei.de: E-Shishas

Süddeutsche Zeitung: Mit dem Rauchen aufhören: E-Zigaretten helfen nicht

Zeit Online: Ärzte und Eltern wollen E-Shisha-Verbot für Kinder

News02Elf: E-Zigaretten und E-Shishas gehören nicht in Kinderhände

Pharmazeutische Zeitung: E-Shishas und -Zigaretten: Nicht für Kinder und Jugendliche!

Apotheke Adhoc: Keine E-Shishas für Kinder

 

Externe Links

Bundesinstitut für Risikobewertung: E-Zigaretten können auch zu gesundheitlichen Gefahren für Passivraucher führen

Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. (ABNR): E-Zigaretten und E-Shishas wirksam regulieren

Schulwerk Bayern: E-ZIGARETTEN UND E-SHISHAS

Schulwerk Bayern: Gesundheitsgefahren - E-Zigaretten und E-Shishas in Schulen

Deutsche Krebshilfe: „E-Zigaretten und E-Shishas gehören nicht in Kinderhände“