BER-News Nr. 8
Juni 2006
Liebe Eltern, liebe interessierte Leserinnen und Leser,
eine spannende Plenartagung des Bundeselternrates fand im Mai in Porta Westfalica statt: „Individuelle Förderung – eine neue Lehr- und Lernkultur bereitet den Weg für eine zukunftsfähige Schule im 21. Jahrhundert“.
Die sehr informativen Vorträge waren gleichzeitig sehr anschaulich. In diesem Newsletter ist es Frau Dr. Katherine Bird wieder gelungen, diese Vorträge gut zusammen zu fassen. Die Tagungsberichte werden durch Informationen zum Einsatz neuer Medien im Unterricht und weitere Kurzmeldungen ergänzt. Nach zwei Jahren meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Vorsitzender des Bundeselternrates standen in Porta Westfalica auch Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Wahlen sind immer auch ein Anlass, Bilanz zu ziehen und die Arbeit zu reflektieren.
Über die große Mehrheit, mit der die Delegierten mich wiedergewählt und damit den bisherigen Weg des Bundeselternrates bestätigt haben, freue ich mich sehr und danke allen für das entgegen gebrachte Vertrauen. Dies gibt uns Kraft und Mut, uns auch weiterhin für die Verbesserung der Zukunftsperspektiven für alle Kinder und Jugendlichen einzusetzen und dabei darauf zu achten, dass die wichtigen Fragen auf dem Tisch bleiben und bearbeitet werden und nicht – aus welchen Gründen auch immer – verdrängt werden.
Neue stellvertretende Vorsitzende wurde Frau Anja Ziegon, bisherige Vorsitzende des BERGrundschulausschusses und Vorsitzende des Landeselternrates Mecklenburg-Vorpommern; neuer Kassenverwalter wird Herr Walter Planz, stellvertretender Vorsitzender des BERSonderschulausschusses und stellvertretender Vorsitzender des Landeselternbeirates in Hessen.
Herr Benedikt Frie, stellvertretender Sprecher des Landeselternrates Brandenburg; vertritt künftig den Bundeselternrat auf in der Europäischen Elternvereinigung (European Parents’ Association, EPA).
Besonders danken möchte ich an dieser Stelle den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Frau Ursula Walther, die als stellvertretende Vorsitzende die Vorstandsarbeit mitgetragen und mitgestaltet hat sowie Herrn Heinz Keuer, der in den letzen Jahren die Finanzen verwaltet hat.
Ein ebenso herzlicher Dank gilt Frau Dorothee Stinshoff-Kraus, die uns Eltern bisher auf der europäischen Ebene vertreten hat.
Hinter den Kulissen wird enorm viel ehrenamtliche Arbeit geleistet (von der weniger als die Spitze eines Eisbergs in der Öffentlichkeit erkennbar wird), um die Bildungschancen unserer Kinder zu verbessern. Jeder im Vorstand des BER, aber auch die Ausschussvorsitzenden, die Delegierten und viele Elternvertreter engagieren sich für eine zukunftsgerechte Bildung, die Chancen nicht verbaut, sondern eröffnet.
Herzlichen Dank dafür! Diese Arbeit wollen wir auch mit dem neuen Vorstand fortsetzen und hoffen dabei auf Ihre Unterstützung und kritische Begleitung!
Mit freundlichen Grüßen
Wilfried W. Steinert Vorsitzender des Bundeselternrates
NEUE UMFRAGE AUF DER HOMEPAGE Ab sofort steht eine neue Umfrage auf der BER-Hompage. Diesmal geht es um die Schulaufsicht (auch ein Thema in dem nachfolgenden Tagungsbericht) und die Erwartungen der Eltern an die Schulaufsicht der Zukunft. Bitte nehmen Sie an der Umfrage teil und machen auch andere Eltern darauf aufmerksam (http://www.bundeselternrat.de/index.php?id=90). Die Daten der Umfrage zur Bildungsfinanzierung werden zur Zeit ausgewertet und die Ergebnisse zu gegebener Zeit in den BER-NEWS vorgestellt. Elternvertretungen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein- Westfalen möchten die Umfrage auf ihre Websites stellen, so dass Eltern aus diesen Bundesländern weitere Daten eingeben können. Wenn es soweit ist, werden wir hier darüber berichten.
BERICHT ÜBER DIE FRÜHJAHRSPLENARTAGUNG „INDIVIDUELLE FÖRDERUNG – EINE NEUE LEHR- UND LERNKULTUR BEREITET DEN WEG FÜR EINE ZUKUNFTSFÄHIGE SCHULE IM 21. JAHRHUNDERT“
Die diesjährige Frühjahrsplenartagung fand vom 19. bis 21. Mai 2005 in Porta Westfalica statt. Im Tagungsbericht werden die Präsentationen und Vorträge kurz zusammengefasst und Hinweise für weiterführende Informationen gegeben.
Begrüßungen Verschiedene mündliche und schriftliche Grußworten wurden gehalten bzw. verlesen. Darunter die der KMK-Präsidentin, Ministerin Ute Erdsiek-Rave, von Herrn Dr. Ludwig Eckinger (Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung VBE), Herrn Dieter Spichal (leitender Regierungsdirektor Detmold) sowie von Herrn Stephan Böhme.
In einem Kurzvortrag stellte Frau Dr. Heide-Rose Brückner die Arbeit des Deutschen Kinderhilfswerks vor (http://www.dkhw.de/). Seit mehr als 30 Jahren setzt sich das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) für die Verbesserung der Lebensverhältnisse von Kindern ein. Sie sind vor allem über ihre sechseckigen Spendendosen bekannt. In Anlehnung an der Kinderrechtskonvention der Vereinigten Nationen will das DKHW Kindern und Jugendlichen zu einer aktiven Rolle bei der Mitgestaltung der Gesellschaft helfen. Zu den großen Aktionen in diesem Jahr gehören das Mobil für Kinderfreundlichkeit und die Beteiligung an der Krombacher Spendenoffensive. Als Vorbereitung auf den Weltkindertag am 20. September 2006 reist das Mobil für Kinderfreundlichkeit durch Deutschland und sammelt Meinungen und Stimmen von Kindern zum Thema Kinderfreundlichkeit. Diese werden dann am Weltkindertag Politikern in Berlin überreicht. Für mehr Informationen und eine 3 Übersicht der Orte, wo das Mobil hält siehe: www.weltkindertag.de. An der Krombacher Spendenoffensive beteiligen sich drei Wohltätigkeitsorganisationen. Während des Aktionszeitraumes spendet Krombacher ein Cent pro verkaufter Flasche Bier. Wie das Geld zwischen den drei Organisationen verteilt wird, entscheiden die Personen, die sich an der Stimmabgabe beteiligen. Jeder über 18 Jahre kann einmal pro Tag für eine der drei Organisationen abstimmen.
Vorstellung der DESI-Studie („Deutsch Englisch Schülerleistungen International“)
Dr. Hermann-Günter Hesse, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (dipf), Frankfurt a.M. Dr. Hesse stellte die Anfang März veröffentlichten Ergebnisse der DESI-Studie vor. Da wir in der letzten Ausgabe der BER-NEWS (http://www.bundeselternrat.de/index.php?id=24) ausführlich über die Hauptergebnisse der Studie berichteten, beschränkt sich diese Zusammenfassung auf ergänzende Informationen. Die Studie wurde von der Kultusministerkonferenz (KMK) in Auftrag gegeben. Sie hatte das Ziel, die Erreichbarkeit der 2003 und 2004 verabschiedeten bundeseinheitlichen Bildungsstandards für Deutsch und die erste Fremdsprache zu überprüfen. Ferner wurden die Englischtests mit Blick auf den Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen entwickelt, um die Qualität des Fremdsprachenunterrichtes in Deutschland nach europäisch-einheitlichen Kriterien auszuwerten. Am Anfang und Ende des Schuljahres 2003/04 wurden fast 11.000 Schülerinnen und Schüler der neunten Jahrgangsstufe aller Schularten getestet. So konnten die Leistungsverbesserungen nach einem Unterrichtsjahr gemessen werden. Die Studie gilt als bundesweit repräsentativ. Dr. Hesse zeigte anhand vieler Beispiele wie weit die Leistungen in den verschiedenen Schulformen auseinander liegen. Eine große Zahl der Hauptschülerinnen und Hauptschüler haben am Ende des neunten Jahrganges erhebliche Schwierigkeit in den Fächern Deutsch (gemessen wurden die Lese- und Schreibkompetenz sowie die Sprachbewusstheit) und Englisch (Hörverständnis und Textrekonstruktion), während die Mehrheit der Gymnasiasten die höheren Kompetenzniveaus erreichen. Es ist aber nicht die Schulform allein, die die Leistungsunterschiede erklärt. Mädchen schneiden in allen Teilbereichen beider Sprachen besser als Jungen ab. Das Kompetenzniveau in Deutsch und Englisch wird auch noch von anderen sozio-demographischen Faktoren beeinflusst. Während diverse Indikatoren der sozialen Herkunft einen signifikanten Einfluss auf das erreichte Kompetenzniveau im Fach Deutsch haben, ist dieser Zusammenhang für die Englischleistung nicht so bedeutend. Diese wiederum wird stärker von den sog. „sprechförderlichen Bedingungen im Elternhaus“ beeinflusst. Dazu gehören sprachbezogene Kenntnissen in der Familie, die Bedeutung der Sprache im Beruf der Mutter oder des Vaters, Wertschätzung der Sprache in der Familie oder Umgang mit Englisch in der Familie. Hesse wies auf die interessante Bedeutung dieser Ergebnisse hin: Die Indikatoren für soziale Herkunft, die vor allem die Deutschleistung beeinflussen, beschreiben sehr schwer veränderliche Zustände (z.B. sozioökonomischer Status, Migrationshintergrund oder höchster Bildungsabschluss in der Familie). Für das Fremdsprachenlernen dagegen sind es vor allem Einstellungen und Bedingungen im Elternhaus, die die schulische Leistung beeinflussen. Daraus folgt, der zukünftige Deutschunterricht soll so gestaltet werden, dass der Einfluss der sozialen Herkunft minimiert wird, während Elternhäuser lernen sollten, wie sie das Erlernen einer Fremdsprache aktiv unterstützen können. Nicht nur die Einstellung der Eltern zu Sprache an sich, sondern auch die Zahl der im Elternhaus gesprochenen Sprachen hat einen Einfluss auf den Fremdsprachenerwerb. Jugendliche, die zu Hause Deutsch und mindestens eine weitere Sprache sprechen („mehrsprachig“), wiesen bessere Leistungen im Fach Englisch auf als Jugendliche, die zu Hause entweder kein Deutsch oder nur Deutsch sprechen. Dieser Befund gilt in allen Schulformen, wobei die Verteilung der Jugendlichen ohne Deutsch als Erstsprache sehr schief ist. So kommt es, dass über 50% der Jugendlichen, die zu Hause kein Deutsch sprechen auf den Hauptschulen zu finden sind und weniger als 10% auf den Gymnasien. Befragungen der Schülerinnen und Schüler ergab Einblicke in ihr Empfinden des Unterrichts. Im Fach Deutsch, z.B. berichteten Gymnasiasten, dass sie nicht unter Tempodruck litten, während Schülerinnen und Schüler der Hauptschulen und Integrierten Gesamtschulen diese Frage eher bejahten. Ferner 4 gab es eine Korrelation zwischen Tempo und Leistung: wenn das Tempo als zu schnell empfunden wurde, litt die Leistung. Auffällig klein war auch der Methodenvielfalt in den Gymnasien im Vergleich zu den anderen Schulformen. Was diese Ergebnisse, die als Gesamtheit betrachtet werden müssen, für die Weiterentwicklung des Sprachunterrichts bedeuten, ist noch nicht klar. Wenn im Sommer die ausführlichen Ergebnisse der Studie in Buchform veröffentlicht werden, kann diese Frage weiter diskutiert werden.
Legasthenie und Dyskalkulie als Herausforderung für eine auf individueller Förderung basierende Unterrichtskultur
Gabriele Marwege, Bundesbeauftragte für Sozialrecht des Bundesverbands Legasthenie und Dyskalkulie e. V. In ihrem sehr informativen und verständlichen Vortrag skizzierte Frau Marwege die Probleme, die Kinder und Jugendliche mit Legasthenie oder Dykalkulie haben und die Forderungen des Bundesverbands Legasthenie und Dyskalkulie, um diesen Kindern und Jugendlichen den bestmöglichen Start ins Leben zu gewähren. Etwa 10 bis 15% aller Schülerinnen und Schüler haben besondere Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder Rechnen. Bei manchen sind die Schwierigkeiten so gravierend und nicht durch äußerliche Einflüsse zu erklären, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sie als Behinderung anerkennt. Wenn diese Krankheit sich auf das Lesen und Schreiben bezieht, spricht man von einer Legasthenie. Wenn es mit dem Rechnen nicht klappen kann, dann liegt eine Dyskalkulie vor. Nach Schätzungen sind in Deutschland etwa 4% der Schülerinnen und Schüler Legastheniker und 4% haben eine Dyskalkulie. Die Ursachen der Legasthenie und Dyskalkulie sind vermutlich neurologisch oder genetisch, und deshalb unveränderbar. Die Behinderung bleibt auch im Erwachsenenalter und wird nicht vom familiären oder sozialem Umfeld beeinflusst. Die Diagnose erfolgt durch einen Kinder- und Jugendpsychiater anhand mehrerer Tests, Gespräche und Beobachtungen. Nicht nur die schulischen Leistungen werden untersucht, sondern auch Fragen nach der allgemeinen physischen und psychischen Entwicklung des Kindes. Nur so können mögliche Entwicklungsstörungen oder äußere Einflüsse als Erklärung der Defizite beim Lesen, Schreiben oder Rechnen ausgeschlossen werden. Wenn nach diesem Verfahren eine Legasthenie oder Dyskalkulie festgestellt wird, dann muss diese Behinderung bei den schulischen Leistungen berücksichtigt werden. Normalerweise geschieht dies mit einem Nachteilsausgleich. Leider gibt es zur Zeit sechzehn verschiedene Nachteilsausgleiche unterschiedlicher Qualität. Frau Marwege lobte die bayrische Regelung als vorbildlich. Sie unterscheidet zwischen Legasthenie und einer vorübergehenden Lese-Rechtschreibschwäche und sieht differenzierte Maßnahmen vor. So sind Legastheniker in Bayern von der Teilnahme an schriftlichen Leistungserhebungen, die ausschließlich der Feststellung der Rechtschreibkenntnisse dienen, befreit. Dies ist eine logische Folge der Anerkennung der Legasthenie als Behinderung: Wenn ein Kind die Regeln der Rechtschreibung einfach nicht anwenden kann, dann soll es in diesem Bereich nicht getestet und nicht bestraft werden. Ferner werden Lesen und Rechtschreibung im Fach Deutsch nicht benotet. Bei schriftlichen Arbeiten und Klausuren bekommen Legastheniker mehr Zeit, weil sie länger brauchen, um die Fragen zu lesen und verstehen. Diese und weitere Maßnahmen gelten, so bald ein schriftliches Gutachten das Vorliegen einer Legasthenie feststellt. Im Moment gelten diese Regelungen aber eben nur in Bayern. In anderen Bundesländern fehlen Regelungen mit dieser Deutlichkeit. Probleme entstehen, wenn die Gewährung eines Nachteilausgleiches im Ermessensspielraum der einzelnen Lehrkraft, der Klassenkonferenz oder der Schulleitung liegt. Individuelle Vorurteile kommen dann ins Spiel (z.B. „das Kind soll sich nur anstrengen“), so dass eine ungleiche Behandlung der Betroffenen die logische Konsequenz ist. Mangelnde Klarheit auf Bundesebene führt dazu, dass individuelle Rechte erst mit Hilfe eines Gerichts durchzusetzen sind. Zum Beispiel erstritt sich vor kurzem ein Legastheniker das Recht auf eine Zeitverlängerung bei einer schriftlichen Prüfung (AZ.: 8 TG 3292/05 vom 3.1.2006). 5 Der Verband fordert daher bundesweit einheitliche Regelungen, so dass alle Kinder und Jugendliche ihr Potenzial verwirklichen können. Konkret schlagen sie folgendes vor: einen Rechtsanspruch auf Nachteilsausgleich, Legasthenie und Dyskalkulie scheiden als Grund für eine Überweisung auf eine Förderschule oder Sonderschule aus, Lesen, Rechtschreibung oder Rechnen allein dürfen nicht über den Schulweg entscheiden alle Schülerinnen und Schüler müssen die Chance auf einen begabungsgerechten Schulabschluss bekommen. Der Verband hat eine hervorragende Webseite und gibt einen Newsletter heraus.
Wie die Schule auf dem Weg zu einer neuen Lern- und Lehrkultur begleitet werden kann – die (neue) Rolle der Schulaufsicht
Friedhelm Zöllner, Regierungsschuldirektor, Kreis Altenkirchen Das Hauptstichwort in Zöllners Vortrag war Kooperation. Für ihn ist ein kooperativer Umgang aller in der Schule die wichtigste Voraussetzung für die Weiterentwicklung der Schule. Um einen neuen Kooperationsauftrag auszuhandeln, müssen die Rollen der Schulaufsicht, der Schulleitung und der Evaluation vorher geklärt werden. Zöllner sieht eine Aufgabe der Schulaufsicht darin, sich mit der Schulleitung über die Ziele der Schule zu verständigen und deren Realisierung zu unterstützen. Obwohl der Unterricht den Kern der Schule bildet, sollen alle in der Schule erkennen, „sie unterrichten Kinder und nicht Fächer“. Mit dieser Orientierung ändert sich das Verhältnis zwischen Eltern und Schule. Nach Zöllner müssen Schulen ein Dienstleistungsverständnis aufbauen, in dem die Eltern Kunden sind. So ein Verständnis führt automatisch zu einem anderen Umgang mit Eltern, nicht mehr von oben herab sondern auf gleicher Augenhöhe. So können Eltern mit Lehrkräften für Schüler die Schule gestalten. Diese Einstellung durchdringt die gesamte Schulkultur und macht sich u.a. anhand folgender Merkmale sichtbar: Texte (z.B. Ton, Inhalt und Häufigkeit der Elternbriefe) Sprache des täglichen Umgangs (aufbauend oder herabsetzend) Feste / Feiern (ein freudiges Ereignis oder eine mit Mehrarbeit gebundene Pflicht) Evaluationskultur Prinzipien und Systeme: Lob und Tadel Leider bestehen noch viele Hemmnisse, die die Entwicklung einer solchen Schulkultur verhindert. Dazu zählen: die Lehrerausbildung (zu wenig Wissen über das Wirtschaften, Dienstleistungsorientierung oder Kommunikation mit Eltern) Verständnis der Schule weiter als Verwaltungseinrichtung und nicht als Lernbetrieb Rechenschaftspflicht der Lehrkräfte nur gegenüber sich selbst und nicht gegenüber der Schule, der Schülerschaft oder den Eltern zu wenig Personalentwicklung zurückhaltende Benutzung bestehender Freiräume, um sich weiter zu entwickeln Die neue Rolle der Schulaufsicht besteht darin, die Schule auf dem Weg in eine neue Lern- und Lehrkultur zu begleiten. Wie Zöllner so schön sagte, „die Aufsicht ist dazu da, zu sehen, dass die Schule auf dem Teppich bleibt, aber fliegen lernt“.
Sprachförderung in Kita und Schule als Voraussetzung für gelingende Bildung
Marlies Koenen, Diplompädagogin und Autorin, Potsdam Vor dem theoretischen Hintergrund der Sprachentwicklung bei Kindern entwickelte Frau Koenen acht Thesen über die notwendige Gestaltung der Sprachförderung im Elementar- und Primarbereich. Ausgangspunkt ist die Feststellung, dass alle Kinder Sprachförderung brauchen uns nur der individuelle Bedarf variiert (z.B. nach physiologischem und psychologischem Entwicklungsstand oder nach Erst- und Zweitspracherwerb). Ferner sind Kinder in ihrer Entwicklung schon ab einem Alter von 2 Jahren für eine Sprachförderung bereit. Erst in der Schule damit anzufangen, bedeutet drei Jahre zu verschenken. Deshalb plädierte Frau Koenen für die Integration von differenzierter Sprachförderung aller Kinder in ein Gesamtkonzept frühkindlicher und schulischer Bildung. Wie diese aussehen könnte, illustrierte sie anhand der acht Thesen: 1. Eine nachhaltige Sprachförderung braucht eine authentische Kommunikationssituation. Die Anwendung der Sprache um Ideen und Bedürfnisse zu kommunizieren fördert die Sprachentwicklung mehr als eine formale Unterrichtssituation. Spiel- und Arbeitsmaterialen, die das Interesse des Kindes erwecken und entdeckendes Lernen ermöglichen, schaffen authentische Kommunikationssituationen. 2. Die Literacy-Erziehung ist ein zentraler Bestandteil sprachlicher Bildung. Es geht nicht nur um ein Textverständnis, das in den ersten drei Lebensjahren durch gemeinsame Betrachtung von Bilderbüchern gefordert wird, sondern auch die Förderung der Lesefreude und der Vertrautheit mit der geschriebenen und gesprochenen Sprache. 3. Sprachlernen ist immer auch soziales Lernen. Grundlage einer jeden Sprachförderung ist ein personaler Bezug. Ein vielfältiger Kreis an erwachsenen und kindlichen Gesprächspartnern ermöglicht diverse Rollenwechsel, die für die Sprachentwicklung förderlich sind. So wechselt das Kind nicht nur vom Zuhörer zum Sprecher, sondern auch vom Ausführenden/Lernenden zum Anleitenden/ Lehrenden. 4. Sprachbeobachtungen liefern viele Informationen für die Weiterentwicklung des Anregungs- und Förderangebots. Nur durch eine genaue Beobachtung des Kindes in verschiedenen Situationen können seine Interessen, Motivationen und Lernziele identifiziert werden, die dann die Grundlage für die weitere Förderung bilden. In regelmäßigen Abständen stattfindende Beobachtungen kontrollieren den Erfolg der vorherigen Maßnahmen und zeigen, wie sie weiter gehen sollen. 5. Sprachförderung ist auf bestimmte Lernziele im Sinne sprachlicher Kompetenz hin orientiert. Die Sprachförderung ist kein Ziel an sich, sondern soll den Kindern helfen, neue Situationen zu bewältigen und mitzugestalten. Beispiele sind: aktiv zuhören und nachfragen können Sprache adressatenbezogen einsetzen bei einem Thema bleiben und es weiterdenken unterschiedliche Perspektiven einnehmen können über das eigene Lernen nachdenken und sprechen 6. Die Heterogenität der Kindergruppe oder Klasse ist eine große Herausforderung für die pädagogischen Kräfte. Ihre Aus- und Fortbildung muss sie befähigen, ein breites Methodenrepertoire für eine effektive innere und äußere Differenzierung anzuwenden, sowie einen partnerschaftlichen Dialog mit den Eltern einzugehen. 7. Sprachförderung ist ein langfristiger und auf Kontinuität angelegter Prozess. Die angewandten Lernmaterialen und Methoden sollen auf einander aufbauen, um die Kontinuität zu gewähren. 8. Auf dem Weg zu einer neuen Lehr- und Lernkultur für eine zukunftsfähige Schule im 21. Jahrhundert ist das Recht auf sprachliche Bildung und Förderung für alle Kinder eine zentrale Aufgabe.http://www.beltz.de/downloads/kein-tag-juli.pdf
Individuelles Lernen in Theorie und Praxis aus schwedischer Sicht
Sture Norlin, SchoolVision International, Njurunda, Schweden Anhand vieler Beispiele aus der Praxis schilderte Norlin die Hintergründe zur Einführung individueller Lernentwicklungspläne für alle Schülerinnen und Schüler in Schweden und die notwendige Umstrukturierung der Schule, um individuelle Förderung zu verwirklichen. 1962 ersetze Schweden sein gegliedertes Schulsystem durch eine Gemeinschaftsschule für alle Schülerinnen und Schüler im Alter von 7 bis 16 Jahren. Darauf aufbauend gibt es eine dreijährige Oberstufe, die fast alle Jugendliche besuchen und die fast immer mit einer Studienberechtigung abgeschlossen wird. In der Gemeinschaftsschule müssen seit dem 1. Januar 2006 alle Schülerinnen und Schüler einen individuellen Lernentwicklungsplan haben. Darin stehen die individuellen kurzfristigen und langfristigen Lernziele, wie sie zu erreichen sind und welchen konkreten Beitrag die Schule zu leisten hat. Der Plan wird in Zusammenarbeit mit dem Kind oder Jugendlichen, seinen/ihren Eltern und dem verantwortlichen Lehrerteam entwickelt. So ein Prozess bedeutet eine intensive Auseinandersetzung mit jedem Kind und seiner individueller Entwicklung. Kurzfristige Lernziele werden wöchentlich vereinbart und in einem Lerntagebuch festgehalten. Am Ende der Woche wird reflektiert: Habe ich meine Ziele erreicht? Wie, warum, warum nicht? Was habe ich gelernt? Nach der Einzelevaluation des jeweiligen Schülers folgt ein Gespräch mit einer Lehrkraft und eventuell weitere Einträge in das Tagebuch. Das Lerntagebuch wird über das Wochenende mit nach Hause genommen, so dass die Eltern auch rein schauen und die Woche mit ihren Kindern besprechen können. Im Tagebuch gibt es auch Platz damit die Eltern den Lehrkräften etwas mitteilen können. Dieser Zyklus wiederholt sich jede Woche. Langfristige Lernziele werden in Rahmen formaler Eltern- und Schülergespräche mindestens zwei Mal im Jahr gesetzt und überprüft. Vor dem Gespräch werden die Eltern und ihr Kind über die Ziele der relevanten Lehrplänen und die Möglichkeiten, die die Schule anbietet, diese zu erreichen (z.B. verfügbares Material, Projektarbeit usw.) informiert. Dann wird der individuelle Lernentwicklungsplan im Gespräch zwischen Schüler/in, Eltern und Lehrkraft herausgearbeitet. Um ihre individuelle Lerngeschichte zu dokumentieren, legen viele Schülerinnen und Schüler ein Portfolio an, indem sie Beispiele ihrer Lernerfolge sammeln. Das Portfolio kann zur Unterstützung des Entwicklungsgesprächs herangezogen werden. So spielen die Schülerinnen und Schüler eine aktive Rolle in ihrem eigenen sichtbaren Lernprozess und lernen die Verantwortung dafür zu übernehmen. Sie setzten ihre eigene Ziele und finden heraus, wie sie am besten lernen. Und sie haben Spaß dabei! Die Lehrkräfte haben die Rolle eines Wegweisers, der den Prozess begleitet und bei Schwierigkeiten Hinweise gibt. Diese Art der individuellen Förderung kann nicht einfach über Nacht in einer traditionellen frontalunterrichtenden Schule eingeführt werden. Vorher müssen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, die nicht unbedingt mit finanziellen Ressourcen, sondern mit Denkblockaden zu tun haben. Norlin skizzierte zwei gegensätzliche Führungsstile, die auch in Schulen zu finden sind. Einerseits gibt es den dialogischen Stil, der auf Verantwortung, Vertrauen und dezentralen Entscheidungskompetenzen setzt. Andererseits gibt es den strategischen Stil, der auf Macht, Kontrolle und Inspektion setzt. Eigentlich kann nur der dialogische Stil die Voraussetzungen für eine individuelle Förderung schaffen, weil nur innerhalb dieses Rahmens das Kind seinen eigenen Weg gehen kann, was den Kern der individuellen Förderung ausmacht. Vor diesem Hintergrund entwickelte Norlin sein Modell der „Sieben Zahnräder“. In und um die Schule gibt es sieben Teilbereiche, die wie Zahnräder ineinander passen und zusammenarbeiten müssen, wenn die Schule als System funktionieren soll. Dies sind: strategische Planung, die Schulkonferenz, die Pädagogik, die Schülervertretung, die Ressourcen und deren Organisation, die Bausubstanz und Sachmittel sowie die Evaluation. Schulinterne Fortbildungen sind das „Öl“, das alles am Laufen hält. Um eine Schule erfolgreich umzubauen, muss gleichzeitig in all diesen Bereichen gearbeitet werden. Als Beispiel gab Norlin die Einführung von Lehrerteams an seiner Schule. Die 8 Ressourcen blieben gleich aber er hat deren Organisation geändert, indem er drei Klassen auflöste und daraus eine Lerngruppe mit 60-70 Schülerinnen und Schülern und ein Lehrerteam mit 3 Mitgliedern schuf. Durch die veränderte Pädagogik (selbständiges Arbeiten), die Abstimmung mit den relevanten Gremien und die nötige Fortbildung wurde das Experiment ein Erfolg. Ein wichtiger Faktor für den Erfolg des individualisierten Lernens in Schweden sieht Norlin im Grundverständnis der „einen Schule für Alle“. Nach dem Schwedischen Schulgesetz (es gibt nur eins für das ganze Land) soll der Schulbetrieb grundlegende demokratische Werte achten. Wenn alle Kinder eine Schule besuchen, dann sind sie für die Gesellschaft gleich viel wert. Diese ist die Signalwirkung der Gemeinschaftsschule. Wenn ihr Wert als Menschen anerkannt wird, dann ist es relativ egal, wie oder wie schnell sie lernen, weil ihr Lernverhalten ihren Wert in der Gesellschaft nicht beeinflusst. In Deutschland ist das nicht der Fall. http://www.schoolvision.se/
WANDEL DER LERNKULTUR?
Am 23. Mai lud das Deutsche Jugendinstitut zu einer Fachtagung in Berlin zum Thema „Internet für Kinder: Wissensangebote und Lernpotenziale“ ein. Neben der Vorstellung der Datenbank „Websites für Kids“, die an „Schulen ans Netz“ übergeben wurde, hielten mehrere Fachleute Vorträge zu verschiedenen Aspekten der Internetnutzung im Unterricht und Freizeit. Zwei Vorträge werden hier kurz erwähnt, weil sie das Thema individuelle Förderung durch den Einsatz neuer Medien im Klassenzimmer ergänzen. Prof. Dr. Angelika Speck-Hamdan (Ludwig-Miximilians-Universtität München) schilderte wie neue Medien Sprache und Kommunikation ändern. Es gibt vier großer Einsatzfelder für das Internet im Unterricht: Informationsbeschaffung, Kommunikation, Gestaltung und Präsentation sowie Projektarbeit. Das Interesse zu wecken, ist ein wichtiges Lesefördermittel und das Internet bietet fast unendlich individuell gestaltbare Möglichkeiten. Wenn Kinder Webseiten für andere Kinder entwickeln, dann haben sie Schreibanlässe für echte (und interessierte) Leser, nicht nur für die Klassenlehrerin. Durch die Rückmeldungen anderer Kinder erfahren sie in realistischer Weise, was funktioniert und was nicht. Projektarbeit eignet sich auch für selbstgesteuertes Lernen, so dass hier zwei Aspekte eines zukunftsorientierten Unterrichtes sich vereinen. Prof. Dr. Renate-Zander (Universität Dortmund) berichtete über die SITES M2 Studie (Second Information Technology in Education Study, siehe www.sitesm2.de/), eine Fallstudie über innovative Praxis beim Einsatz neuer Medien im Unterricht. Schülerinnen und Schüler, die an den teilweise länderübergreifenden Projekten beteiligt waren, konnten nicht nur Informationen schaffen, sondern auch präsentieren. Sie verbesserten ihre Kommunikationsfähigkeit und konnten ihr Lernen selbst regulieren. Lehrkräfte erteilten viel weniger Frontalunterricht und übernahmen teilweise die Rolle eines Moderators oder Beraters. Leider zeigten die Videoanalysen auch, dass eher die stärkeren Schülerinnen und Schüler von solchen offenen Unterrichtsformen profitierten, die eher schwächeren erhielten zu wenig Unterstützung. Dieser Hinweis ist wichtig für Weiterentwicklungen in diesem Bereich. http://www.schulen-ans-netz.de/san/fachtagungdji/index.php?id=1
SCHÜLER BEKOMMEN HILFE VON EHEMALIGEN…
Daniel Nothelfer, Schatzmeister von Alumni at School e.V., stellt eine innovative Initiative kurz vor. Der Übergang von der Schule ins Berufs- oder Studienleben ist für Jugendliche einer der wichtigsten Umbrüche im Leben. In dieser Zeit der Weichenstellung benötigen sie vor allem eines: Bestmögliche Beratung. Dazu können neben den Eltern, die Ehemaligen der Schule einen wertvollen Beitrag leisten. 9 Bis jetzt haben allerdings nur sehr wenige Schulen in Deutschland ein funktionierendes Alumni-Netzwerk aufgebaut, da sie zu Unrecht glauben, dass es hohe Kosten und einen großen Zeitaufwand mit sich bringen würde. Durch das Angebot von Alumni at School können Schulen und Schüler mit Hilfe eines eigenen Internet-Portals nun einfach, kostenlos und ohne technische Vorkenntnisse ein Alumni- Netzwerk aufbauen und verwalten. Die Portalsoftware, mit der die Lebensläufe und Adressen der Ehemaligen sicher gespeichert werden können und für die Schüler zugänglich sind, wird den Schulen kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Prinzip von Alumni at School ist ganz einfach: Alumni helfen den Schülern, sich über Berufe, Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren, indem sie z.B. auf Infoabenden von ihren eigenen Erfahrungen sprechen. „Die Einbindung von Ehemaligen für die Beratung von Schülern ist ein erfolgversprechender Weg“, findet auch Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft. Denn die Ehemaligen kennen Sorgen und Ängste der Schüler, wissen wie der Alltag an der Uni oder im Job aussieht und können schon vorher klar machen, was die Berufs- oder Studienwahl beinhaltet. Das Modell läuft bereits an mehr als zehn Schulen mit großem Erfolg. Hinter der Initiative steht der gemeinnützige Verein Alumni at School e.V. Er will Schülern, Ehemaligen und Eltern helfen, Alumniarbeit auch an ihrer Schule zu etablieren. Alumni at School wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert. Sprechen Sie aktiv die Schulleitung an oder übernehmen Sie selbst die Initiative zum Aufbau eines Alumni-Netzwerks an ihrer Schule.
KURZNACHRICHTEN Anhörung zur Föderalismusreform
Am 29. Mai nahm der BER-Vorsitzende, Wilfried Steinert, an der gemeinsamen Anhörung von Bundestag und Bundesrat zur Föderalismusreform teil. Seit Jahren fordert der Bundeselternrat eine stärkere gemeinsame Verantwortung von Ländern und Bund. „Wir brauchen nicht 16 verschiedene Lehrpläne, 16 unterschiedliche Schulstrukturen oder eine Vielfalt unterschiedlicher Abschlusszeugnisse, sondern eine gemeinsame Verständigung über die Inhalte von Bildung und Erziehung“, drückte Steinert, seine Enttäuschung über die vorgelegten Änderungen des Grundgesetzes aus. „Die Unterschiede zwischen den Ländern, die eine Mobilität von Familien behindern, müssen überwunden werden“, forderte Steinert. „Statt eines Wettbewerbsföderalismus’ brauchen wir eine nationale Bildungsstrategie!“ Besonders dringlich ist aus der Sicht der Eltern, dass Bund und Länder gemeinsam Verantwortung für Lehrerbildung, Kerncurricula, Bildungsmindeststandards und Qualitätssicherung übernehmen und diese gestalten. Bundestag und Bundesrat sollen bis Anfang Juli über die Reform abgestimmt haben.http://bildungplus.forumbildung.de/templates/imfokus_inhalt.php?artid=525
KMK und BMBF legen den Bericht „Bildung in Deutschland“ vor
Für Fans der Bildungsstatistiken gibt es jetzt eine neue Veröffentlichung. Die KMK und das BMBF haben eine große Sammlung von Indikatoren angefangen bei der frühkindlichen Förderung bis zur beruflichen Weiterbildung zusammengestellt. Der Begriff „Migration“ in all seinen Facetten bildet einen Schwerpunkt des Berichts. Durch eine neue Betrachtung der Zahl der Zugewanderten kommen die Autoren auf einen Anteil der Gesamtbevölkerung mit Migrationshintergrund von 18,6%, fast doppelt so hoch wie die vorherige Zahl der „Ausländer“. Bei Kindern und Jugendlichen unter 25 Jahren liegt der Anteil bei 27%, eine Zahl, die die Herausforderung für die Integrationsleistung des Bildungswesens deutlich beziffert. http://www.wbv.de/
Elternprotest gegen Fragebogen zur Einschulung.
Der Entwurf eines neuen Fragebogens zur Schuleingangsuntersuchung in Baden-Württemberg stößt beim Landeselternbeirat auf scharfen Protest. In dem Fragebogen, der in einer Modellphase in einigen Gemeinden angewendet werden soll, sollen Eltern ihr Kind beschreiben. Dabei werden sie unter anderem befragt, ob das Kind oft Wutanfälle hat, ständig zappelig ist, andere Kinder schikaniert, „wenigstens einen guten Freund“ hat oder ob es anderen gegenüber boshaft sein kann. Elternvertreter fürchten „die gläserne Familie“ und fordern Verbesserungen. http://www.leb-bw.de/
Bertelsmann Stiftung schreibt Kita-Preis 2006 aus
Die Bertelsmann Stiftung sucht Konzepte von Kindertageseinrichtungen, die den Bedürfnissen sozial benachteiligter Kinder auf besondere Weise gerecht werden. Daher schreibt sie den diesjährigen Kita- Preis zum Thema „Jedes Kind mitnehmen – Bildungschancen für Kinder aus sozial benachteiligten Familien“ aus. Der Sieger erhält einen Sachpreis im Wert von 4.000 Euro. Bewerbungsschluss ist der 28. Juli.
Autofahrten mit Kindern
Langsam nähern sich die Sommerferien und damit – für viele Familien – lange Autofahrten mit Kindern.
IMPRESSUM
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E-Mail: info@bundeselternrat.de
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