Sie sind hier:  Mediathek  >  BER-News  >  BER-News 16

BER-News Nr. 16
Juli 2007

Liebe Eltern, liebe interessierte Leserinnen und Leser,
die BER-NEWS informieren Sie über Tagungen, Entwicklungen und Ereignisse aus Sicht des Bundeselternrates. Die Arbeit des Vorstandes und vieler Mitglieder des BER konzentrierte sich auf die Durchführung und Auswertung der Plenartagung vom 15. –17. Juni in Soest. Nach erfolgter Wahl zur Frühjahrsplenartagung hat sich der neue Vorstand zu einer ersten Sitzung in der Geschäftsstelle des BER im Juli getroffen und seine Arbeit aufgenommen. Als wichtigste Arbeit steht die Vorbereitung der - Planungstagung des BER im September - Herbstplenartagung des BER in Bad Hersfeld im November an. Im Newsletter finden Sie aktuelle Berichte aus den Ländern und Hinweise auf die weitere Arbeit des BER. Für alle Eltern und Mitstreiter für Schule, Bildung und Erziehung noch erholsame und erlebnisreiche Sommertage. Für das neue Schuljahr wünschen wir Ihnen gute Ideen, Durchhaltevermögen, Erfolg und in allen Gremien eine gute Zusammenarbeit.

Mit freundlichen Grüßen
Dieter Dornbusch Vorsitzender des Bundeselternrates 

Vorsitzender Dieter Dornbusch im Radio-Interview Die Frühjahrsplenartagung des Bundeselternrates im Juni in Soest hatte eine gute Resonanz in den Medien. Der neue Vorsitzende Dieter Dornbusch war gefragter Gesprächspartner. Ein Beispiel das Radio-Interview im Deutschlandradio Kultur: Mehr Zusammenarbeit gegen Schülergewalt, Kooperationen zwischen Schulen und Polizei und ein höheres Engagement aller Beteiligten forderte der BER-Vorsitzende Dieter Dornbusch. Im Deutschlandradio Kultur verwies er auf Erfahrungen in Rheinland-Pfalz. "Kooperationen sollten verpflichtend sein und mit in das Schulprogramm aufgenommen werden.“ Dornbusch betonte auch die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Eltern, Schulen und Schüler. Dieter Dornbusch nannte ein gefördertes Programm für freiwillige Gespräche zwischen Lehrern, Eltern und Schülern in Rheinland-Pfalz. "Im Grunde könnte es in Zukunft die jährlichen Elternsprechtage ersetzen." Gute Initiativen von Eltern mit Migrantenhintergrund sollen unterstützt werden: "Mit denen sollte man zusammen etwas erarbeiten, zusammen das Problem angehen und nicht ausgrenzen. Die Politik in den Gemeinden schon auf den niedrigsten Ebenen, das Jugendamt- alle einfach ins Boot holen.". Als Ursache der Schülergewalt nannte Dornbusch eine häufige Perspektivlosigkeit. Ebenso könnten Probleme aber durch Zeitmangel der Eltern und Langeweile entstehen: "Und es ist auch sehr wichtig, dass in den Schulen nicht schon bei den kleinsten Rangeleien weggesehen wird. Man sollte dann gleich Stellung beziehen." Quelle: www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/638895/ 23.06.2007

Bundeselternrat informiert: Bericht über die konstituierende Beiratssitzung „Studienkompass“ am 29.06.07 in Berlin Auf Einladung der Initiativpartner Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw), Deutsche Bank Stiftung und Accenture Stiftung fand im Haus der Deutschen Wirtschaft die erste Beiratssitzung statt. Der Bundeselternrat ist durch den stellvertretenden Vorsitzenden Joachim Klesen als Beiratsmitglied vertreten. Weitere Mitglieder sind der Generalsekretär der KMK Prof. Dr. Thies (vertreten am 29.06. durch die persönliche Referentin Dr. Kiehne), Dr. Bieber, Vorsitzende der GlBeT, Dr. Langenscheidt, Prof. Dr. Timmermann (UNI Bielefeld) und Prof. Watermann (UNI Göttingen). Nach einer Vorstellungsrunde und dem Austausch der Erwartungen an das Projekt Studienkompass, wurden die Grundzüge des Programms, dass am 4.9.07 in Berlin offiziell vorgestellt wird, dargestellt und erläutert. Im Fokus des Programms steht die Förderung von Schülern und Schülerinnen aus bildungsfernen Elternhäusern bzw. Migrationshintergrund, um diese zum Besuch der Oberstufe und zur Aufnahme eines Studiums zu motivieren und dabei zu unterstützen. Zunächst werden Schüler und Schülerinnen an 5 Standorten in Deutschland betreut. Ein erstes Auswahlverfahren wurde bereits durchgeführt. Aus Sicht des BER wurde verdeutlicht, dass das ehrgeizige und in sich schlüssige Konzept nicht allein Modellprojekt bleiben dürfe, sondern eine Transferierung und Institutionalisierung der sich im Verlauf des Projektes als besonders positiv ergebenden Aspekte in Schule 4 notwendig ist. Eine projektbegleitende Evaluation ist beabsichtigt. Eine Ausweitung des Programms auf ca. 40 bis 50 Standorte wird angestrebt. Weitere Partner auch auf regionaler Ebene werden noch gesucht und geworben. Joachim Klesen, stellvertretender Vorsitzender des BER, 30.06.07

Bericht über das 8. Intel-Lehren-Symposium 2007 vom 29.- 30.06.07 in Dillingen Familiär ging es zu auf dem 8. Intel- Symposium in Dillingen. Knapp 160 Teilnehmer, Referenten und Organisatoren waren geladen, trafen zum Großteil nicht das erste Mal aufeinander und fanden sich in der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen zum Erfahrungsaustausch, zur Bestandsaufnahme und zum gemeinschaftlichen Arbeiten zusammen. Ehrgeizig war der Anspruch. „Weitere Entwicklung des Fortbildungsprojektes Intel Lehren- Aufbaukurs Online“, lautete der Oberbegriff. Als Eltern- Newcomer für den BER und einzig offiziellem Elternteilnehmer trat ich mit kritisch gefasstem Statement vor die Kamera der Gymnasiasten aus Ottobrunn (anzuschauen in der Dokumentation des Symposiums), nahm die ersten drei Stunden Zahlen- Berichte und Grußworte heroisch auf, um dann in meinem ersten gewählten Workshop: „Von der Unterrichts- zur Schulentwicklung: Neue Lernformen als Motor einer neuen Schulkultur“ bei Dr. Roland Hepting das umfassende Lernkonzept „Wechselseitiges Lehren und Lernen“ (WELL) kennen lernen und ausprobieren zu können. In der Beschreibung heißt es: …Konzept regt (unabhängig von der Einbindung digitaler Medien) dazu an, Lernszenarien- aufbauend auf bestimmten Lernphasen- zu gestalten und damit aktives, selbständiges und kooperatives Lernen im Sinn des konstruktivistischen Lernparadigmas zu fördern.“ Bereits hier wurde in der Diskussion der Mehrwert der digitalen Medien nachgefragt. Am Samstag besuchte ich den Workshop „Learning Management- Systeme (LMS), moderiert von Michaela Harmeier, Uni Duisburg- Essen: Auf die didaktischen und nicht auf die technischen Möglichkeiten kommt es an“. Dabei wurde den Teilnehmern zunächst die Methode Planspiel mit dem LMS „moodle“ am konkreten Universitätsbeispiel vorgeführt. Lehr- Lernszenarien erarbeiteten wir nicht, weil die Diskussion bei den Rahmenbedingungen und dem Mehrwert der digitalen Medien hängen blieb. Bereits hier war erkennbar, dass nicht um jeden Preis Bewährtes in der Schule umgestoßen werden sollte und mit dem “cooleren Medium“ ersetzt werden kann und muss. Ganz deutlich machte es im Anschluss an die Workshops die Diskussionsrunde zum Thema „Lernen gestalten“, bei der ich die Bundeselternschaft vertrat: Digitale Medien sind Unterstützereinheit, abhängig von der Kompetenz der Lehrer, Angebot nicht Muss und noch viel zu wenig im Bewusstsein der damit Befassten verankert. Ich hatte den Eindruck, dass spätestens hier der gewollte Effekt des Hohelieds auf die neuen Medien kippte. Marketing und Überzeugungsstrategien sind das große Feld, das es zu beackern gilt. Ich hoffe, dass der BER wieder zum Symposium eingeladen wird. Die Gespräche am Rande mit z.B. Arthur Gottwald, Behörde für Bildung und Sport, Hamburg, Ute Bobach, Kultusministerium des Landes Sachsen- Anhalt, Dr. Hannes Gutzer, LISA Sachsen-Anhalt, Wolfgang Friebe, Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft oder gar Uwe Kohnle von Lernmodule gGmbH oder Christian Czaputa, Realschullehrer in Markt Schwaben waren konstruktiv und Eltern positionierend. Für den BER Ulrike Stautner

Frühjahrsplenartagung des BER 15. - 17. Juni 2007 im Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Soest „Ästhetische Bildung als unverzichtbarer Teil ganzheitlicher Bildung“/Wahlen zum Vorstand/Neuer Vorsitzender Dieter Dornbusch Soest. Die Frühjahrsplenartagung des Bundeselternrates (BER) stand unter dem Motto „Ästhetische Bildung als unverzichtbarer Teil ganzheitlicher Bildung“. In der verabschiedeten Resolution unterstrichen die Delegierten, „Bildung ist mehr als Wissen, Bildung braucht Ästhetik“. Die Vorträge wie „Mathematik ist Ästhetik ist Mathematik“, „ASIP-Miniphänomenta-Projekt“, „Ästhetik und multimediale Lernumgebungen“ und „Kulturelle Bildung und Benachteiligung“ führten in die Thematik ein und boten eine gute Diskussionsgrundlage für die Delegierten. Darüber hinaus stellten Vertreter des Deutschen Jugendherbergswerkes und des Verbandes Deutscher Schullandheime die Bedeutung von Schullandheimaufenthalten und Klassenfahrten zur Bereicherung des Unterrichtes heraus und warben für die Durchführung regionaler Schulfahrtenkonferenzen in Zusammenarbeit mit den Lehrerverbänden.

Vertiefende Informationen: Gemeinsame Erklärung BER, DJH und VDS Der Bundeselternrat, das Deutsche Jugendherbergswerk und der Verband Deutscher Schullandheime haben sich gemeinsam in den letzten Jahren intensiv darum bemüht, pädagogisch sinnvolle Klassenfahrten als Teil des Schullebens sowie des Erziehungs- und Bildungsauftrages der Schule öffentlich und im Rahmen von Fachtagungen zu thematisieren. Zum Thema „Die nachhaltige Wirkung von Klassenfahrten – Pädagogische Chancen angesichts gesellschaftlicher Herausforderungen“ geben die drei Verbände die nachfolgende öffentliche Erklärung ab: www.bundeselternrat.de/fileadmin/pdf_dateien/aktuelles/GemeinsameErklaerung_DJH_BER_VDS_1.pdf

Der Vortrag von Professor Albrecht Beutelspacher von der Uni Gießen (Mathematikum) „Mathematik ist Ästhetik ist Mathematik“ zeigte für viele Teilnehmer neue und überraschende Zusammenhänge beider Bereiche auf. Weitere Anregungen unter: www.mathematikum.de Professor Lutz Fiesser informierte über das ASIP-Miniphänomenta-Projekt - ein Beispiel für verständnisintensives Lernen. In Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Niedersachsen konnte das ASIP-Projekt mit Hilfe der Eltern und Lehrer an Grundschulen erfolgreich umgesetzt werden. Staunen, Entdecken, Erfahren - mehr: www.miniphaenomenta.de und www.phaenomenta.com/flensburg/index.html Der Vortrag „Kulturelle Bildung und Benachteiligung“ von Professor Arnulf Bojanowski beeindruckte mit interessanten Informationen, Fakten und Schlussfolgerungen. Benachteiligte Jugendliche: ein ungelöstes gesellschaftliches Problem, Entwicklung Benachteiligung in Deutschland, Veränderungen am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, Konsequenzen für Bildungsbegriff, waren Schwerpunkte, nachzulesen: www.bundeselternrat.de/fileadmin/pdf_dateien/aktuelles/Soest_bojanowski_07.pdf Zwei weitreichende Anträge lagen dem Plenum zur Abstimmung vor: Neues Mitglied des Bundeselternrates wurde die Landeselternkonferenz Nordrhein- Westfalen, die bisher mit Gaststatus vertreten war. Künftig werden die berufsbildenden Schulen und die Gymnasien aus NRW im Bundeselternrat durch das neue Mitglied vertreten. Der Antrag des Realschulverbandes Bayern, der BER solle aus der Initiative „Längeres gemeinsames Lernen“ austreten, wurde mit überwältigender Mehrheit abgelehnt.

Resolution Frühjahrsplenartagung des BER Tagungsthema: „Ästhetische Bildung als unverzichtbarer Teil ganzheitlicher Bildung“ In der Resolution wird ausgeführt: „Ästhetische Bildung muss Bestandteil jedes Unterrichtsfaches an allen Schulen werden; dies schließt die beruflichen Schulen ein. In den Naturwissenschaften werden durch Einbeziehung der Ästhetik Inhalte und Zusammenhänge deutlich gemacht und verfestigt. Dies gilt besonders für den vorschulischen Bereich. Ästhetische Bildung fördert und ermöglicht Kreativität, Kommunikation, Handlungs-, Gestaltungs- und Ausdrucksfähigkeit. So werden die Schüler bestärkt, auf ihre vielfältigen Fähigkeiten stolz zu sein.“ Der Bundeselternrat betont weiter: „Zur ganzheitlichen Bildung eines Menschen gehören die kreativen Bereiche als unverzichtbares Grundrecht auf Bildung. Sie müssen deshalb in die Curricula der einzelnen Bundesländer aufgenommen und umgesetzt werden. Hierzu gehört eine adäquate Lehreraus-, -fort- und -weiterbildung. Bildung ist mehr als Wissen, Bildung braucht Ästhetik. Mehr:www.bundeselternrat.de/fileadmin/pdf_dateien/aktuelles/Resolution_FPT_Soest_0607. pdf

Hinweis: Auf der Frühjahrsplenartagung verabschiedete sich Wilfried Steinert mit einer Rede, die einen Rückblick auf seine jahrelange Elternarbeit warf und gleichzeitig animierte die Arbeit des BER weiter voranzutreiben und zu unterstützen. Bei Bedarf kann die Rede als pdf-Datei in der Geschäftsstelle des BER angefordert werden.

Netzwerk „Wege ins Studium“ Das regionale Netzwerk „Wege ins Studium – Studieren in Mitteldeutschland“ führt im Herbst 2007 die vierte Auflage der bisher äußerst publikumswirksamen Hochschulmesse „Studieren in Mitteldeutschland“ durch. Hochschulen, Universitäten, Institutionen, Unternehmen, Verbände und Organisationen werden vor Ort sein und an rund 100 Informationsständen, in 35 Vorträgen über die attraktiven Studienangebote in Mitteldeutschland, Finanzierungsmöglichkeiten, Entwicklungen auf dem Akademikerarbeitsmarkt, Angebote zur Überbrückung sowie andere für eine Studienaufnahme relevante Themen informieren und beraten. Eine aktuelle Übersicht aller Aussteller kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden. wo: Congress Center der Neuen Messe Leipzig, Messe-Allee 1, 04356 Leipzig (Anfahrtsplan als PDF-Datei) wann: 22. September 2007, von 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr Adressaten: Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und Berater, Freier Eintritt! Ansprechpartnerinnen: Frau Angela Gehre (eMail); Regionaldirektion Sachsen-Anhalt/Thüringen, Frau Gisa Rüdger (eMail); Regionaldirektion Sachsen, Weitere Informationen im Veranstaltungsflyer 

Berichte aus den Ländern Baden-Württemberg: Der Verwaltungsgerichtshof Mannheim setzte im Juli die Verordnung des Kultusministeriums aus. In den vergangenen Monaten gab es zur verpflichtenden Einführung von Französisch als erste Fremdsprache an den Gymnasien der Rheinschiene eine breite Ablehnung. Schon im Januar machte das der Landeselternbeirat Baden-Württemberg in seiner Stellungnahme klar. „Eltern in der Rheinschiene sollen wählen können. Der Landeselternbeirat (LEB) hat die verpflichtende Einführung von Französisch als erste Fremdsprache an den Gymnasien der Rheinschiene abgelehnt. Mit einem eindeutigen Votum unterstützte der LEB in seiner gestrigen Sitzung in Stuttgart die Elternproteste, die sich vor allem in Nordbaden gegen den Französischzwang für die dortigen Schülerinnen und Schüler richten.“ Weitere Informationen: www.leb-bw.de

Brandenburg: Erste brandenburgische Elternuniversität Am 29. September 2007 findet an der Fachhochschule Potsdam die erste Elternuniversität im Land Brandenburg statt. Der Landeselternrat veranstaltet gemeinsam mit Wissenschaft, Verwaltung und Weiterbildung einen Fachtag für Väter und Mütter von Schulkindern. Die Elternuniversität bietet Eltern aber auch Lehrkräften oder Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern die Möglichkeit, sich untereinander und mit Erziehungsfachleuten aus Wissenschaft, Praxis und Bildungspolitik zu Erziehungs- und Schulfragen auszutauschen, vielfältige Informationen zu erhalten und an Workshops teilzunehmen. Die Veranstaltung will auch Eltern und Schule einander näher bringen und dazu beitragen, dass beide Seiten im Sinne einer gelingenden Erziehung partnerschaftlich zusammenarbeiten. Bildungs- und Jugendminister Holger Rupprecht lobt das Projekt als innovativ: „Die erste Brandenburger Elternuniversität ist ein überzeugendes Beispiel dafür, dass Initiative und Kooperation neue Wege und Lösungsansätze eröffnen. Wir müssen im Interesse unserer Kinder eine neue Kultur der Partnerschaft zwischen Eltern und Schulen entwickeln und noch stärker miteinander arbeiten. Ich erwarte hilfreiche Anregungen von diesem Tag für Eltern und Lehrkräfte und lade alle interessierten Eltern dazu ein." Veranstalter ist der Landeselternrat gemeinsam mit dem Brandenburgischen Volkshochschulverband e.V., dem Institut für Fortbildung, Forschung und Entwicklung (IFFE e.V.) und der Fachhochschule Potsdam in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg. Die Veranstaltung bietet Platz für rund 250 Teilnehmer. Die Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Informationen www.elternuni.net

Hamburg: Neuer Elternkammer-Vorsitzender Dr. Hansen: „Nach dem überraschenden Rücktritt ihres langjährigen Vorsitzenden Holger Gisch hat die Elternkammer Hamburg Dr. Hans-Jürgen Hansen zu seinem Nachfolger gewählt. Der Rahlstedter Vater eines 13-jährigen Sohnes bringt mehr als 30 Jahre Erfahrung als Verwaltungsrichter in die Kammerarbeit ein. Der neue Vorstand wird sich dafür einsetzen, dass Elternbelange mehr als bisher Gehör in der Hamburger Bildungspolitik finden. Beide möglichen Modelle der zukünftigen Schulstruktur, mit zwei Säulen oder einer „Schule für alle“, sehen erhebliche Veränderungen für einen Großteil der Schülerinnen und Schüler vor. „Das kann nur funktionieren, wenn alle Beteiligten, also auch die Eltern, frühzeitig einbezogen werden“, erklärt der neue Vorsitzende.“ Weitere Infos: www.elternkammer-hamburg.de 8

Mecklenburg-Vorpommern: Offener Brief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages Schaffung einer gesetzlichen Vorschrift, die die Sicherheit der Fahrschüler im Schulbus bundesweit gewährleistet Der Landeselternrat Mecklenburg-Vorpommern richtete einen Offenen Brief an die Bundestagsabgeordneten: „Schülerverkehr ist ein Thema, das alle Jahre wieder auf der Tagesordnung. Jährlich geht es in allen Bundesländern immer wieder um viel zu lange Schulwege mit viel zu wenig Sitzplätzen in den Schulbussen. Verschärft tritt das Problem allerdings in den neuen Bundesländern auf, da hier aufgrund des massiven Schülerrückgangs seit Jahren Schulen geschlossen werden müssen.“ Besonders die fehlende Anschnallpflicht wird kritisiert: „Allerdings lässt auch im Jahre 2007 die Sicherheit im Schulbus noch sehr zu wünschen übrig, denn bis heute gibt es kein Gesetz, welches in Linienbussen bzw. besonders in Schulbussen eine Anschnallpflicht vorschreibt. Fazit ist: Für unserer Kinder gilt die in Reisebussen bereits zur Pflicht erhobene Anschnallpflicht noch längst nicht. Bedürfen diese nicht aber gerade unserer besonderen Fürsorgepflicht? Aus unserer Sicht muss Anschnallen gerade im Schülerverkehr zur Pflicht werden, denn diese Sicherheit sollte uns Ehrensache sein. EU-Länder wie Polen machen es uns vor, denn die Schulbusbegleitung wird hier als vorbildlich bewertet. Hiervon abzuschauen oder von den Besseren zu lernen ist durchaus erlaubt. Wir fordern Sie daher auf, sich für die Sicherheit der Fahrschüler bundesweit einzusetzen und eine Gesetzesgrundlage zu schaffen, die regelt, dass alle Kinder in Bussen der Anschnallpflicht unterliegen und Schulbusbegleitung gesetzlich vorgeschrieben wird. Mit heutigem Schreiben fordern wir Sie auf, sich für mehr Sicherheit für unsere Schulkinder auf dem Schulweg einzusetzen. Ebenso sehen wir es als notwendig an, wenn Sie sich für die bundesweite einheitliche Regelungen der Sicherheitsvorschriften im Schülerverkehr einsetzen.“ André Wionsek, Vorsitzender LER M-V

Rheinland-Pfalz: Der Landeselternbeirat informiert in seiner neuen LEB-Zeitung Heft 3/2007 über Rückblick und Ausblick und die Verabschiedung des 13. Landeselternbeirates, nimmt Stellung über das Dauerthema Strukturveränderungen, bietet eine kleine Gebrauchsanleitung „Gewählt – was nun?“ und informiert über den Landeselterntag: Am 28. Juni 2007 sprachen Staatssekretär Michael Ebling und Jutta Lotze-Dombrowski, MBWJK, den Mitgliedern des 13. Landeselternbeirats Dank und Anerkennung für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit aus. Landeselternsprecher Dieter Dornbusch wird sein Engagement auf Bundesebene fortsetzen. Er wurde am 16. Juni 2007 auf der Frühjahrsplenartagung in Soest mit großer Mehrheit zum Vorsitzenden des Bundeselternrats gewählt. Die Mitglieder des 14. Landeselternbeirats sind ebenfalls bereits gewählt. Bis zu seiner Konstituierung am 08. September 2007 in Speyer bleibt der 13. Landeselternbeirat noch im Amt. Die letzte Sitzung am 28. Juni 2007 nutzten die Mitglieder zu einem Rückblick auf die endende Amtszeit. „Ein neues erfolgreiches Konzept der Elternfortbildung wurde mit maßgeblicher Beteiligung des Landeselternbeirats entwickelt und bedarf auch zukünftig seiner Aufmerksamkeit und Mitwirkung. Die größte Bedeutung hatte für die Mitglieder des Landeseltenbeirats die Diskussion über die Schulstruktur und über die Zukunft der Hauptschule, die zur Forderung der Landeselternvertretung nach einem längeren gemeinsamen Lernen geführt hat. Dieser Themenkomplex steht auch im Mittelpunkt des diesjährigen Landeselterntages am 03. November in Trier und wird nach Ansicht des LEB-Gremiums auch die neu gewählten Mitglieder beschäftigen.“ Weiter: leb.bildung-rp.de/start/aktuelles.html 

Saarland: GLEV - Vorsitzender Dammann: Situation in Saarschulen besorgniserregend Der Vorsitzende der Gesamtlandeselternvertretung des Saarlandes (GLEV), Jörg Dammann kritisiert die aktuelle Situation an den saarländischen Schulen.„Unterrichtsausfall aufgrund Lehrermangels an den Berufs-, Berufsfach-, Fach- und Fachoberschulen, schlechtere Prüfungsergebnisse bei den Abschlussprüfungen an den Erweiterten Realschulen und Gesamtschulen, Diskussionen um größere Klassen und die Einschulungsstandorte und vielerorts Unmut wegen weiteren Standortschließungen im Grundschulbereich. Inmitten dieser Problematik verunsichern die Stilllegungsüberlegungen verschiedener Trägerschaften die Eltern in den Vorschulausschüssen der Vorschuleinrichtungen“, kritisiert der GLEVVorsitzende Dammann. Die GLEV bemängelt die spärliche Informationspolitik des Bildungsministeriums. „Unsere Anregung, einen Teil der Steuermehreinnahmen in zusätzliche Lehrkräfte zu investieren hat man scheinbar erst gar nicht wahr genommen“, so der GLEV-Vorsitzende. Weiter: www.elternvertretung-glevsaar.de

Sachsen Preisverleihung: Joker im Ehrenamt Am 20. Juli wurden im Dresdner Hotel Hilton durch den Kultusminister 69 Sachsen für ehrenamtliche Arbeit geehrt, darunter auch folgende ElternvertreterInnen: Anke Burgold, KER-Vorsitzende Löbau-Zittau; Ilona Dänel, KER-Vorsitzende Weißeritzkreis, ehemaliges LER-Mitglied; Kornelia Randow, ehemalige KER-Vorsitzende Mittl. Erzgebirgskreis, ehemaliges LER-Mitglied; Harald Laps, LER-Mitglied; Ralf Lippmann, KERVorsitzender Meißen Seit 1996 erhielten rund 750 sächsische Bürgerinnen und Bürger diesen Preis. Mehr: www.ler-sachsen.de/ler_sachs/front_content.php

Sachsen-Anhalt: Bildungskonvent nimmt Arbeit auf Der Bildungskonvent für das Land Sachsen-Anhalt wird nach der konstituierenden Sitzung am 11. Juli 2007 im Landtag von Sachsen-Anhalt seine Arbeit aufnehmen. Empfehlungen für ein dauerhaft tragfähiges, international ausgerichtetes, chancengerechtes und leistungsfähiges allgemein bildendes und berufsbildendes Schulsystem sollen erarbeitet werden. Am Ende der Konventsarbeit sollen Konzepte und Vorstellung für ein leistungsfähiges Bildungssystem stehen, das internationalen Vergleichen standhält. Über die politische Ebene hinaus soll sich der Bildungskonvent stark an der Praxis orientieren: Lehrkräfte, Schüler und Eltern gehören deswegen dem Gremium an. Der Landeselternrat wird durch die Mitglieder Kathrin Hinze und Steffi Kaltenborn sowie durch die Ersatzmitglieder Andreas Müller und Simone Glaetzer vertreten. Zunächst soll die Arbeit des Bildungskonvents eine Dauer von zwei Jahren betragen, bei Bedarf kann diese um ein Jahr verlängert werden. Vier wesentliche Schwerpunkte haben sich die Mitglieder hinsichtlich ihrer Empfehlungen gesetzt: Innere Schulreform und Qualitätsentwicklung (hierin eingeschlossen sind die Entwicklung der Eigenständigkeit allgemein- und berufsbildender Schulen, die Evaluation der schulischen Arbeit, die Entfaltung der Unterrichtsqualität sowie die Öffnung der Schule nach außen) 10 1. Verbesserung der Bildungschancen (frühkindliche Bildung und Förderung sind hier wesentliche Bestandteile, aber auch wirksame Maßnahmen zur Senkung der Quote von Schulabgängern ohne Abschluss und die Erhöhung der Studierquote) 2. Schulentwicklungsplanung (Berücksichtigung der demographischen Entwicklung und Beratung zu Kooperationsformen) 3. Schulstruktur (Untersuchung der Durchlässigkeit zwischen den Schulformen und die Etablierung eines Systems der individuellen Förderung) Kathrin Hinze, Vorsitzende Landeselternrat Sachsen-Anhalt

Thüringen: „NELECOM“ - Neue Lernkultur in Kommunen Am 03.07.2007 wurde im Landtagsgebäude in Erfurt bekanntgegeben, was am Tag darauf in der Öffentlichkeit als neuer Bildungsversuch der Landesregierung beschrieben wurde. Fast immer mit dem Hinweis, dass man nähere Informationen auf der Homepage des Projektes erhalte. Diese Homepage ist unter www.nelecom.de zu erreichen und stellt eine Fülle von Informationen, Berichten, Ausarbeitungen und konzeptionellen Grundlagen zur Einsicht bereit. mehr: lev-thueringen.de/wordpress/index.php/lev/nachrichten/2007/07/nelecom-neue-lernkultur-in-kommunen/ Die Landeselternvertretung unterstützt natürlich die weiteren die Bestrebungen, um die Lernund Lebensbedingungen unserer Kinder und Eltern zu verbessern und sichert daher auch die volle Unterstützung in diesem Projekt zu. Bei Fragen, zu diesem oder auch anderen Themen können sie sich jederzeit an einen Ihrer Schul- Kreis- oder Landeselternsprecher wenden. Alexander Grimm, Landeselternvertretung Thüringen

Nordrhein-Westfalen: Das Land Nordrhein-Westfalen stellt 50 neue Schulpsychologinnen und Schulpsychologen ein „Die Landesregierung wird schrittweise ab dem Ende der Sommerferien 50 neue Stellen für Schulpsychologinnen und Schulpsychologen ausschreiben. Ministerin Barbara Sommer: „Voraussetzung der konkreten Ausschreibung einer Stelle ist die Unterzeichnung einer Vereinbarung über das örtliche Einsatzmanagement durch die Ministerin für Schule und Weiterbildung sowie die jeweiligen Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister bzw. Landrätinnen und Landräte. Kern der Vereinbarungen ist ein gemeinsames Einsatzmanagement von Land und Kommunen, das die eigenverantwortlichen Schulen bei der Entwicklung einer umfassenden schulischen Beratungskultur unterstützt.“ Die örtlichen Vereinbarungen orientieren sich an einer Mustervereinbarung, die die kommunalen Spitzenverbände und das Ministerium für Schule und Weiterbildung gemeinsam entwickelt haben.“ Unter www.schulministerium.nrw.de gibt es Informationen zur Schulpsychologie und zur Beratung in der Schule. Dort sind auch die Erlasse, die Mustervereinbarung und die Empfehlungen zur Krisenintervention zu finden. Weiterführende Informationen gibt es auch unter www.schulpsychologie.de und unter www.learnline. nrw.de/angebote/schulberatung. Düsseldorf 09.07.2007

BMBF: Innovationskreis legt 10 Leitlinien für Reform der Berufsbildung vor Schavan: "Qualifizierte Ausbildung für jeden Jugendlichen" Der von Bundesbildungsministerin Annette Schavan einberufene Innovationskreis berufliche Bildung (IKBB) hat am Montag in Berlin zehn Leitlinien zur Reform der Berufsbildung der Öffentlichkeit präsentiert. "Ziel ist es, mehr Durchlässigkeit im Bildungssystem zu schaffen, neue Integrations- und Ausbildungschancen für junge Menschen zu gewährleisten und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Berufsbildungssystems zu stärken", sagte Schavan. "Mit den IKBB-Leitlinien setzen wir ein wichtiges Zeichen, um allen Jugendlichen die Chance auf einen Ausbildungsplatz zu geben. Wichtig ist, dass kein Abschluss ohne einen Anschluss bleibt." Der Handlungskatalog sieht u.a. ein System von Ausbildungsbausteinen und die Zusammenführung einzelner Berufe in Berufsgruppen vor. Darüber hinaus sollen Ausbildungskapazitäten effektiver genutzt, Wege in die betriebliche Ausbildung gesichert und insbesondere neue Förderstrukturen für Benachteiligte geschaffen werden. Die zehn Leitlinien zur beruflichen Bildung sowie weitere Informationen zum Innovationskreis berufliche Bildung finden Sie [hier]. 6

.07.2007 [Pressemitteilung 153/2007] BMBF www.bmbf.de/press/2097.php

Kurznachrichten Netzwerk Archiv der Zukunft Am 15. Juni wurde in Hamburg das Archiv der Zukunft - Netzwerk gegründet. Die Gründungsversammlung wählte Reinhard Kahl zum Vorsitzenden des Vereins. Das Netzwerk wurde von 30 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Intelligenz der pädagogischen Praxis zu stärken. Dazu gehören die Internetplattform sowie Arbeitstreffen und große Veranstaltungen. weiter: www.adz-netzwerk.de

Impressum Die BER-NEWS werden vom Bundeselternrat herausgegeben und können auf der Homepage abonniert werden: www.bundeselternrat.de Vorsitzender: Dieter Dornbusch Geschäftsstelle: Bundeselternrat Albert-Buchmann-Straße 15 16515 Oranienburg Postanschrift: Postfach 10 01 21 16501 Oranienburg Telefon 03301 57 55-37/-38 Telefax: 03301 57 55-39 E-Mail: info@bundeselternrat.de Verantwortlicher Redakteur: Kurt Neumann

Login 

Geschützter Bereich

Loggen Sie sich bitte ein:

Newsletter 

Hier können Sie den kostenlosen Newsletter des Bundeselternrat abonnieren.

Zur Anmeldung >