BER-News Nr. 24
April 2010
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Ursula Walther
Inhalt:
- Fit für die Ausbildung
- Ländervergleich Schulkonferenz
- Schulrecht für Eltern
- Zehn Jahre Girls’Day - und nun?
Fit für die Ausbildung
Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen. So abgedroschen dieser Satz mittlerweile klingt, enthält er doch eine Wahrheit: Allein kann ein Kind nicht gehen, weder durch die Schule noch auf anderen Bildungswegen. Im Jahr 2010 befasst sich der Bundeselternrat deshalb mit Netzwerken für die Bildung. Bei der jüngsten Fachtagung in Schwerin ging es um die Berufsfähigkeit Jugendlicher. Lesen Sie dazu unsere Resolution. Eltern sind für den Übergang zwischen Schule und Beruf besonders wichtig. Manchmal wissen sie nicht, wie sie ihr Kind am besten unterstützen. Hier helfen zumindest den Eltern in Nürnberg die Elternbriefe zum Übergangsmanagement in sechs Sprachen.
Ländervergleich Schulkonferenz
In allen Bundesländern sitzen Eltern mit Lehrern und Schülern in der Schulkonferenz. Diese fasst in einigen Fällen bindende Beschlüsse. Über Hausordnung und Pausenverpflegung entscheiden alle Schulkonferenzen, viele auch über das Budget. Den neuen Schulleiter dürfen nur nordrhein-westfälische Eltern mitwählen. Manches scheint kulturell bedingt: Während die Schulkonferenz in NRW das schulgesetzliche Alkoholverbot aufheben kann, kann sie in Bayern ein Alkoholverbot beschließen. Und nur Schleswig-Holstein findet es wichtig, dass in der Schulkonferenz gleich viele Männer und Frauen sitzen. Da Eltern selten mehr als ein Drittel der Stimmen haben, tun sie sich gern mit den Schülern zusammen. Einzelheiten können Sie hier nachlesen.
Schulrecht für Eltern
Ein "Neues Rechtslexikon für die Schulpraxis" verfasst derzeit der Bremer Bildungsrechtler Lutz Dietze. Er geht dabei auf die Kernprobleme der Schule ein, wie sie sich aus der Sicht der Betroffenen ergeben. Geplant sind darüber hinaus Themen wie Verhaltensregeln, Prävention, Mobbing und Zivilcourage. Lehrer wollen erklärtermaßen zwar vor allem etwas zu Aufsicht und Haftung lesen, doch Noten, Versetzung und der Übertritt gehören ebenfalls in ein solches Lexikon. Was Eltern sich noch darin wünschen, möchte Dietze auf diesem Weg von Ihnen wissen. Stichwörter, gern auch Problemschilderungen, erbittet er an Dr.Lutz.Dietze(at)t-online.de. Mehr Infos und weitere Kontaktdaten finden Sie in der ausführlichen Beschreibung des geplanten Lexikons.
Zehn Jahre Girls’Day - und nun?
Vor zehn Jahren wurde der Girls’Day in Deutschland eingeführt, der Mädchenzukunftstag, wie er in manchen Bundesländern heißt. Seit fünf Jahren gibt es passend dazu die „Neuen Wege fürs Jungs“, und die neue Familienministerin will einen eigenen Boys’Day einführen. Noch immer wählen Mädchen bevorzugt typische Mädchenberufe. Dass Frauen in MINT-Berufen nach wie vor benachteiligt sind, macht die Sache nicht besser. Ob man den Girls’Day deshalb aber gleich zu einer Angelegenheit von gestern erklären muss, sollte doch noch einmal diskutiert werden.
Redaktion:
Ursula Walther
ursula.walther(at)bundeselternrat.de
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Bundeselternrat
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