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BER-News Nr. 19
Dezember 2008

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitstreiter, liebe Freunde,
das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir schauen auf ein arbeits- und ereignisreiches Jahr im Bundeselternrat zurück. Alle stattgefundenen BER -Tagungen unter dem Thema „Demokratie leben und lernen“ haben dazu beigetragen, unsere Arbeit für das Wohl unserer Kinder weiter voran zu bringen. Durch interessante Beiträge, viele Diskussionen und den Austausch zwischen den Vertretern und den Vertreterinnen der Bundesländer konnten wir unser Wissen erweitern und viele Impulse für die weitere Elternarbeit gewinnen.

Die Teilnahme an unterschiedlichen Veranstaltungen außerhalb der BER-Arbeit hat bewirkt, dass der BER wieder mehr in den Fokus der Bildungsverantwortlichen gerückt ist. Viele haben erkannt, dass Schule nur mit einer guten Elternarbeit gelingt. Ich hoffe, alle finden in den kommenden Tagen einen Moment Zeit um neue Kraft zu sammeln, um sie in anerkannte Arbeit im neuen Jahr fortzusetzen.

Deshalb nehme ich die letzten Vorweihnachtstage zum Anlass, mich bei Allen für Ihre Unterstützung und Mitarbeit zu bedanken. Wir haben ein ereignisreiches und aktives Jahr hinter uns und die vor uns liegenden Weihnachts- und Neujahrtage bieten nun eine Zeit um innezuhalten, um zu erkennen, wohin der Weg im nächsten Jahr führen soll.

„Es ist von grundlegender Bedeutung, jedes Jahr mehr zu lernen als im Jahr davor.“ Peter Ustinov (1921-2004), englischer Schriftsteller und Schauspieler Mit diesen Worten von Peter Ustinov, die noch einmal klar machen, wofür wir das alles tun, möchte ich Allen ein frohes, friedvolles Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Familie und Ihrer Freunde sowie ein erfolgreiches Jahr 2009 wünschen.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Dornbusch Vorsitzender des Bundeselternrates

Bericht zum Treffen Bundesforum Familie Am 21. Juli 2008 fand ein Treffen mit der Geschäftsführerin des Bundesforums Familie, Frau Kate Bird, zur Vorbereitung einer gemeinsamen Tagung im Jahr 2009 statt. Sie war sehr erfreut, dass der BER die Zusammenarbeit fortsetzt und wird die Tagung zum Thema „Werteerziehung“ über das Familienministerium organisieren. Die Tagung soll im Rahmen einer Workshop-Veranstaltung durchgeführt werden und für Eltern und Grundschullehrer sein. Mit den Kita’s ist es sehr gut gelaufen und jetzt soll das Thema in den Grundschulbereich gebracht werden. Mit dem Verband der Grundschullehrer hatte der BER Kontakt und der Verband unterstützt diese Tagung. Kathrin Hinze

Bericht zum Treffen MINT-Zukunft schaffen Am 21. Juli 2008 fand ein Treffen mit der Geschäftsführerin vom Verein „Mint-Zukunft schaffen“ e.V., Frau Walther-Klaus statt. Weiterhin waren ein Mitarbeiter des Vereines und ein Ansprechpartner der Werbeagentur bei der Beratung dabei, da es um die Gestaltung des Internetauftrittes des BER im Rahmen der Kampagne ging. Sie waren erfreut, dass sich der BER der Kampagne anschließt und einer der ersten MINT-Hub auf der Webseite sein wird. Zuarbeiten für die Seite werden durch den Vorstand bzw. die einzelnen MINT-Botschafter geliefert. Wichtigste Aufgabe für den BER ist, den MINT-Gedanken an die Eltern weiterzuleiten und weitere MINT-Botschafter zu rekrutieren. Material; Informationen und Anregungen können über die MINT-Geschäftsstelle angefordert werden. Die Gesamtorganisation und Verwaltung der Webseite liegt bei MINT e.V. Kathrin Hinze

Bericht zum Treffen Netzwerk „Wege ins Studium“ Am 05. August 2008 fand ein Treffen des Netzwerkes in Berlin statt. In dessen Mittelpunkt stand die Kampagnewoche der Studienorientierung vom 3. bis 7. November 2008 und die laufenden Vorbereitungen dazu. In Vorbereitung der Tagung wurde den Netzwerkpartnern der aktuelle Flyer geschickt, um diesen inhaltlich und grafisch in der Tagung zu bestätigen. Mit kleineren Änderungen ist dies erfolgt und wird durch die Werbeagentur aus Hamburg gemeinsam mit der Webseite www.start-insstudium. de erstellt. Es wurde durch die BA nochmals darauf hingewiesen, dass nur durch viele Aktionen gemeinsam mit allen Partnern diese Woche ein Erfolg werden kann. Kathrin Hinze

Bericht zum Treffen Netzwerk „Wege ins Studium – Studieren in Mitteldeutschland“ In der zweiten Jahreshälfte fanden verschiedene Treffen des mitteldeutschen Netzwerkes in Leipzig statt. Hier ging es um die Vorbereitung der regionalen Messe im September 2009 in Leipzig. Alle Anwesenden sprachen sich für diese Messe aus, da in den letzten Jahren eine Steigerung der Qualität der Messe und der Besucherzahlen zu verzeichnen war. Außerdem wurde auf den Fachkräftebedarf in der Region Mitteldeutschland hingewiesen und darauf, dass die 3 Hochschulen sich hier auch präsentieren können. Es muss gelingen auch andere Bundesländer nach Leipzig zu holen bzw. sich zu informieren. Es wurde im Brainstorming festgehalten, dass sich diese Messe von den anderen herausheben muss – als DIE Messe für Studienorientierung. Der BER ist Mitglied, denn es wurde erkannt, dass Eltern teilweise noch zu wenig informiert sind bzw. auch als Multiplikatoren tätig werden können. Kathrin Hinze

Bericht zur BWA-Tagung „Der Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt – Wie weiter mit Aus- und Weiterbildung?“ Am 08. September fand in Magdeburg eine Fachveranstaltung, organisiert vom Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft – Landesverband Sachsen-Anhalt, statt. Nach Einleitung des Präsidenten Herrn Koller wurde von Herrn Dähne (Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion der BA Sachsen-Anhalt/Thüringen) ein Hauptreferat zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt gehalten. Er machte Ausführungen zum Fachkräftebedarf in Deutschland/Region Mitteldeutschland; zu den Pendlern und zur Ausbildungssituation. Hauptaugenmerk legte er bei seinen Ausführungen auf die Berufsorientierung an Schulen, um Berufsbilder kennen zu lernen. Dadurch wird auch die Abbrecherquote gesenkt. Er stellte in groben Zügen das BRAFO-Projekt vor und animierte die anwesenden Unternehmen sich daran zu beteiligen. Das Projekt wird auch weiterhin mit dem Wirtschaftsministerium gemeinsam vorangetrieben. Er stellte den AG-Service vor und welche Möglichkeiten der Förderung es gibt, wenn Unternehmen ihre Arbeitnehmer schulen/weiterbilden wollen. In der anschließenden Diskussionsrunde wurden Probleme der Zusammenarbeit von unterschiedlichen Netzwerken angesprochen; die bessere Begleitung von Jungunternehmern bei Existenzgründung und die Verbesserung der Ausbildungsbereitschaft von Betrieben. Eine Zusammenarbeit mit den Kammern müsse kontinuierlich erfolgen. Bildungsinstitutionen müssen auf entsprechende Rufe der Wirtschaft reagieren. Wobei hier bemerkt wurde, dass dies oft der Fall ist, die Angebote der Agentur aber am Bedarf vorbei gehen. Hier soll sich laut Aussage von Herrn Dähne (im Rahmen der Gesetze) einiges ändern. Im Anschluss an die Diskussion erfolgte ein kurzer Rundgang durch das Landesfunkhaus Magdeburg und ein Ausklang mit kleineren Tischgesprächen zu Tagungsthemen. Kathrin Hinze

Bericht zum Treffen MINT-Zukunft e.V. schaffen Am 16.10.2008 fand ein Treffen mit der Geschäftsführerin vom Verein „Mint-Zukunft schaffen“ e.V., Frau Walther-Klaus statt. In Vorbereitung auf die Botschafter-Auftaktveranstaltung am 17.11.2008 in Berlin wurde die Mitarbeit des BER besprochen. Frau Walther-Klaus war erfreut, dass sich aus den Reihen des BER mehrere Eltern bereit erklärt haben an der Veranstaltung teilzunehmen und als MINT-Botschafter auftreten. Bei der MINT-Botschafter-Eröffnungsveranstaltung am 17.11.2008 wurde in anschaubarer Form gezeigt, wie wichtig es ist, Kinder und Jugendliche für die MINT-Fächer zu begeistern. Für den BER nahmen Antje Moebus, Dr. Elke Krüger-Krapoth, Ralf Kutkowski, Petra Keppler, Alexander Grimm, Meinhard Walenciak und Kathrin Hinze als Gäste teil

Auszeichnung für Dr. Jörg Vogel in Erfurt Am 29.10.2008 fand in der Erfurter Staatskanzlei die Festveranstaltung zur Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Dr. Jörg Vogel statt. Er erhielt diese Auszeichnung für seine langjährige Elternarbeit und Mitwirkung bei der Umstrukturierung des thüringischen Schulsystems. Der Kultusminister würdigte seine Arbeit in einer Ansprache und Weggefährten der Elternarbeit nahmen an dieser Veranstaltung teil. Dr. Jörg Vogel hat durch seine Arbeit u.a. im Vorstand des Bundeselternrates diesen viele Jahre nach innen und außen mitgeprägt. Kathrin Hinze

Bericht zum Treffen Netzwerk „Wege ins Studium“ – Eröffnungsveranstaltung zur Woche der Studienorientierung Am 31.10.2008 fand die Eröffnungsveranstaltung zur Woche der Studienorientierung mit der Preisverleihung des Songtext-Wettbewerbes in „franzz-club“ in Berlin statt. Diese Veranstaltung war der offizielle Startschuss für die kommende Woche, in der deutschlandweit ca. 800 Veranstaltungen zum Thema Studium stattfanden. Es wurde vom BMBF und der BA noch mal darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, sich frühzeitig über ein Studium zu informieren. Beide Partner machten auf den Fachkräftebedarf aufmerksam und dass man mit einem Studium gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat. Gleichzeitig wurden die Preisträger des Wettbewerbes vorgestellt und der Siegertitel mit der Gruppe „donats“ vorgetragen. Für die anwesenden Schülerinnen und Schüler war es eine gelungene Veranstaltung und sie freuten sich über ihre Reise nach Berlin. Kathrin Hinze

Informationen Bremen: Elternarbeit findet Anerkennung Karin Kiese wird für ihr langjähriges Engagement geehrt Sie wurde im ZentralElternBeirat und seinem Förderverein ZEBiS e.V. von höchster Stelle gewürdigt. Am 5.12.08 wird ihr in Berlin anlässlich des Tages des Ehrenamtes vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Seit 17 Jahren engagiert sich Karin Kiese ehrenamtlich in der Elternarbeit. Schon die Grundschulzeit ihrer beiden Söhne begleitete sie als Elternvertreterin. Als Schulelternsprecherin des "Kippenberg-Gymnasiums" wurde sie in den GesamtElternBeirat entsandt. Dort setzte sie sich viele Jahre als Ausschusssprecherin ein und war dadurch von 1999 bis 2006 Vorsitzende des ZentralElternBeirates. Mit großem persönlichem Engagement hat sie sich für die Bildung in Bremen und besonders für die Verbesserung der Kooperation zwischen Schule und Elternhaus eingesetzt. Auch der mittlerweile etablierte „Lernherbst für Eltern“ (eine Informations- und Fortbildungsreihe mit aktuellen bildungspolitischen Themen) wurde von ihr initiiert. Anerkennung fand auch ihre jahrelange Tätigkeit im Bundeselternrat als Sprecherin des Gymnasialausschusses. Nach Beendigung der Schulzeit ihrer Söhne gründete sie 2005 zur Unterstützung der Arbeit des ZEB den gemeinnützigen Elternverein ZEBiS e.V. - Zentrum für Elternbildung, Beratung und innovative Schulentwicklung - und ist hier als Vorsitzende aktiv. Sie wirkt in verschiedenen Gremien mit (Rundfunkrat, Jurys für Schul-Qualitätssiegel, Schulleiterfindungsausschuss) und organisiert Beratung sowie Seminare für Eltern. Im Zentrum der Aktivitäten stehen z. Zt. die Themen Integration und Gewaltprävention. „Brückenbauen“ ist der Titel einer Veranstaltungsreihe, die Frau Kiese vor 3 Jahren mitbegründet hat. Hier arbeiten VertreterInnen aus 4 Verwaltungsressorts (Bildung, Soziales, Inneres und Justiz) sowie freie Träger zusammen, um u. a. Schulen zu unterstützen, die Gewalt, Mobbing und Ausgrenzung überwinden wollen für einen Schulalltag, der geprägt ist durch Annerkennung und gegenseitige Wertschätzung. „Kein Kind darf 5 verloren gehen“ - dieses Motto des ZEB war und ist für Frau Kiese Ansporn und Ziel ihres jahrelangen persönlichen Engagements. ZentralElternBeirat Bremen Der Vorstand

Sachsen: Landeselternrat für die Schuljahre 2008/09 und 2009/10 gewählt Neue Landeselternrats-Vorsitzende ist die bisherige: Gisela Grüneisen. Sie wurde einstimmig gewählt und damit in ihrer Arbeit bestätigt und bestärkt. Ihre Stellvertreter sind Fried Stwrtetschka sowie Lisa Kirsten. Gewählt wurden auch die weiteren Vorstandsmitglieder, die Vertreter für den Landesbildungsrat und den Bundeselternrat. Bei den Wahlen der Landeselternvertretungen in Thüringen wurde Alexander Grimm als gemeinsamer Sprecher der Landeselternvertretung wiedergewählt. In Mecklenburg-Vorpommern ist Anja Ziegon als Landeselternratsvorsitzende gewählt worden, nachdem André Wionsek aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. Neues in den Ländern über die BER-Homepage: "Wir über uns-Landeselternvertretungen" Schnelles Konjunkturprogramm für die Schulen

Schulbuchverlage fordern mehr Unterstützung für Schavan-Vorschlag Frankfurt/Main. Der Verband der Schulbuchverlage und Hersteller von Bildungsmedien VdS Bildungsmedien warnt davor, den Vorschlag von Bildungsministerin Schavan nach einem Konjunkturprogramm für Schulen und Hochschulen im politischen Konkurrenzkampf zu zerreden. Der Vorschlag fand bei den Experten in den Parteien, aber auch bei den Lehrer- und Elternverbänden ein grundsätzlich positives Echo, wurde in Teilen aber wegen der unzureichenden Höhe kritisiert. „Keiner der vielen derzeit in die Medien gebrachten Vorschläge für ein erweitertes Konjunkturprogramm hat so Hand und Fuß wie der Vorschlag von Frau Dr. Schavan“, kommentiert der VdS-Vorsitzende Wilmar Diepgrond die Initiative der Bundesbildungsministerin. Sicherlich sei es richtig, dass die Schavan-Forderung nach einem Sofortprogramm von 100.000 Euro pro Schule nicht alle Nöte der Schulen befriedigen könne, konzediert Diepgrond die Kritik z.B. des GEW-Vorsitzenden Ulrich Thöne an der Höhe des Programms. „Mit einem 100.000 Euro-Scheck für die Schulen können aber erstmals seit vielen Jahren notwendige Sachinvestitionen wie die Sanierung von Schulgebäuden, die Erneuerung des Mobiliars und die Modernisierung der Lehr- und Lernmittel getätigt werden“, bemerkt der VdSVorsitzende. Pressemitteilung VdS Bildungsmedien e.V.

Mitteldeutschland: Drei Länder - ein Abitur Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt planen ein gemeinsames Zentralabitur. Dies vereinbarten die Kultusminister der drei Länder auf einem Mitteldeutschen Bildungskongress in Erfurt. Demnach könne es bereits ab dem Schuljahr 2011/2012 in den Kernfächern eingeführt werden. Ab 2011 denkbar: Zentralabitur in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Quelle: mdr

Der Traumberuf! Chance vertan? Weitere Ergebnisse des Bildungsbarometers zum Thema Chancengerechtigkeit Landau, November 2008. In Zeiten wirtschaftlicher Schwäche gilt es als zumindest unschick, die Frage nach dem Traumberuf zu stellen. Noch ist die Bundesrepublik realiter in einer Phase der Prosperität, deshalb ist die Frage nach dem Traumberuf doppelt begründet: (a) Wie viele Personen haben den Traumberuf ergriffen, (b) Was hat Sie davon abgehalten, den Traumberuf ergreifen zu können und (c) gibt es Hinweise darauf, dass eine bessere Förderung hilfreich gewesen wäre? 6 54 Prozent der Befragten des letzten Bildungsbarometers zur Chancengerechtigkeit geben an, den Traumberuf ergriffen zu haben, 46% eher nicht. Als Grund dafür nennen 27,3 Prozent derjenigen, die den Traumberuf nicht ergriffen haben: fehlende formale Ausbildung. Worin liegen aber die Gründe für ungenutzte Chancen? Ca. 40 Prozent nennen fehlende Voraussetzungen in Familie und Schule als Ursache. Im Einzelnen geben 16 Prozent an, dass sie mit mehr Unterstützung in der Familie mehr hätten erreichen können, 13 Prozent nennen fehlende schulische Ausgangsvoraussetzungen, 12 Prozent das Fehlen angemessener Förderung. 5 Prozent nennen die soziale Herkunft als Hemmnis für eine bessere Bildung. Wer aber hat letztendlich die Verantwortung dafür, dass Chancengerechtigkeit nicht wahrgenommen werden kann? Bildungspolitikern und Bildungseinrichtungen wird mit je ca. 20 Prozent die Schuld für ein Scheitern zugeschrieben, Lehrkräfte werden als Ursache hierfür von 17 Prozent der Befragten genannt, die Familie von 16 Prozent, und eine Eigenverantwortung erkennen 14 Prozent. „Alles in Allem zeigt sich auch in diesen Teilergebnissen, wo alle Beteiligten im Bildungssystem ansetzen müssen: Keine noch so stark veränderte Schulstruktur wird per se die Chancenungerechtigkeit reduzieren, sondern das Erkennen der Verantwortung für die Lernenden, dass Politik, Lehrkräfte und Eltern gemeinsam am Strang ziehen müssen, um die je beste individuelle Förderung zu bieten“, so Prof. Dr. Reinhold S. Jäger, der Verantwortliche für das Bildungsbarometer. „Ein solches Vorgehen ist zugleich der Schlüssel für eine effektive Verbesserung Deutschlands bei künftigen PISA-Tests im internationalen Vergleich!“ Am Bildungsbarometer zum Thema Chancengerechtigkeit haben 2142 Personen aus der ganzen Bundesrepublik teilgenommen. Es wird gemeinsam vom Zentrum für empirische pädagogische Forschung (zepf) und von der Schülerhilfe (Gelsenkirchen) realisiert. Der aktuelle Newsletter 2008-3 zum Thema Chancengerechtigkeit steht unter folgendem Link zur Verfügung: www.vep-landau.de/Bildungsbarometer.htm Unter der gleichen Adresse kann auch der differenzierte Bericht als download entnommen werden. Weitere Informationen: http://www.zepf.uni-landau.de

Der Bayerische Elternverband gratuliert dem neuen Kultusminister Ludwig Spaenle zum neuen Amt Ein neuer Kultusminister erweckt Hoffnungen für das bayerische Bildungssystem. Ludwig Spaenle zeichnet sich durch Kenntnisse in der Bildungspolitik aus, die nicht geprägt sind durch eigene Erfahrungen als Lehrkraft. Der Bayerische Elternverband hofft nun auf mehr Gehör des Kultusministers auf die Belange der Eltern und Schüler. Das Ergebnis der Landtagswahl hat eindeutig gezeigt, dass die Eltern mit der bisherigen Bildungspolitik nicht zufrieden waren. Deshalb erwartet der Bayerische Elternverband nun Bewegung im Bildungssystem. Kleinere Klassen, Maßnahmen gegen den Lehrermangel, Sozialpädagogen für alle Schulen, die Freigabe des Elternwillens beim Übertritt, die vollständige Lernmittelfreiheit, Mittlere Reife für alle Hauptschüler, die individuelle Förderung für jedes Kind und natürlich langfristig eine Schule für alle sind nur einige Themen des Bayerischen Elternverbandes. Besonderen Augenmerk richtet der Bayerische Elternverband auf die ständige Selektion und auf die Bildungsgerechtigkeit. Kein Kind darf verloren gehen! Der Bayerische Elternverband freut sich auf eine offene und konstruktive Zusammenarbeit. Pressemitteilung des BEV vom 29.10.08

Startschuss für den Girls’Day 2009 Neue Girls’Day-Website unterstützt bei der Planung/ Erster Girls’Day-Podcast Landauf, landab beginnen jetzt die Vorbereitungen für den Girls’Day - Deutschlands größte und vielfältigste Berufsorientierungsinitiative für Mädchen. Heute geht die neue Internetseite für den Aktionstag 2009 ans Netz. Mit dem Girls’Day - Mädchen-Zukunftstag können Mädchen ab Klasse 7 5 Berufe in Technik und Naturwissenschaften erkunden. Unternehmen und Organisationen öffnen am Aktionstag alle Bereiche, in denen Frauen bislang unterrepräsentiert sind. Über 800.000 Schülerinnen haben bereits am Girls’Day teilgenommen. Eine davon ist Leonie, sie studiert mittlerweile Versorgungs- und Entsorgungstechnik. Im ersten Girls’Day Video-Podcast stellt sie nun den Studiengang vor, den sie sich am Mädchen-Zukunftstag ausgesucht hat. Neben Informationen für Mädchen und Eltern stehen unter www.girls-day.de auch interessierten Unternehmen und Schulen zahlreiche Materialien und Kontakte für die Vorbereitung zur Verfügung. Das Girls’Day-Team der Bundesweiten Koordinierungsstelle in Bielefeld und mittlerweile 350 Arbeitskreise in den Regionen vor Ort bieten Unterstützung an. Der Girls’Day findet am 23. April 2009 zum neunten Mal statt. Noch wählen Schülerinnen hierzulande nur aus einem kleinen Spektrum von Ausbildungsberufen und Studiengängen. Durch den Frauenmangel in Zukunftsberufen bleiben Innovationschancen ungenutzt. Frauen verdienen unter anderem aufgrund ihres eingeschränkten Berufswahlspektrums durchschnittlich 20 % weniger als Männer. Wussten Sie schon? Mit der Aktion „Neue Wege für Jungs“ können auch Jungen von spezifischen Angeboten profitieren. Seit 2005 bietet das Service-Büro Unterstützung für alle, die Veranstaltungen für Jungen in den Bereichen Berufs- und Lebensplanung, soziale Kompetenzen und neue Rollenbilder anbieten, denn diese sind zunehmend gefragt. Das Service-Büro „Neue Wege für Jungs“ des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union. www.neue-wege-fuer-jungs.de Das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. fördert mit bundesweiten Projekten die verstärkte Nutzung der Potenziale von Frauen zur Gestaltung der Informationsgesellschaft und Technik sowie die Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern. Einladung: Girls’Day Regionalkonferenz Süd am 3. Februar 2009 in Stuttgart Die Tagung wird im Haus der Wirtschaft stattfinden. Wir danken dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und der Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände für ihre Unterstützung. Wir freuen uns auf informative Fachbeiträge, anregende Diskussionen und spannenden Erfahrungsaustausch rund um den Girls’Day - Mädchen-Zukunftstag. Nutzen Sie diese gute Möglichkeit zur Vernetzung mit Akteurinnen und Akteuren im Bereich Berufsorientierung und Personalmarketing. Hier finden Sie weitere Informationen, das ausführliche Programm und alle Unterlagen zur Anmeldung: www.girls-day.de Bitte geben Sie diese Einladung auch an Interessierte weiter.

Landeselternvertretung Gymnasien Saarland Saarbrücken, 26.11.2008 „Die LEV Gymnasien unterstützt die Forderung der Elternvertretungen des Schulverbundes der Wirtschaftsschulen in Saarbrücken diese bewährte Kooperation zu erhalten und nicht zugunsten neuer, kleinerer Einheiten zu zerschlagen“ erklärt der Vorsitzende der LEV Gymnasien Joachim Klesen. „Es macht keinen Sinn funktionierende und bewährte Strukturen aufzulösen. Wir müssen vielmehr solche Kooperationen gerade im Hinblick auf die in Zukunft rückläufigen Schülerzahlen fördern, um an den jeweiligen Standorten den Schüler und Schülerinnen ausreichende Wahlmöglichkeiten im Rahmen der Oberstufe anbieten zu können.“ Gerade die angekündigte bessere Verzahnung von Gesamtschulen und Erweiterten Realschulen 8 mit Oberstufengymnasien zeigt, dass die Kooperation zwischen den einzelnen Bildungseinrichtungen ein sinnvoller und notwendiger Weg ist. „Die Durchlässigkeit im Bildungssystem muss erhöht und dadurch bessere Bildungschancen eröffnet werden. Wir müssen für mehr Bildungsgerechtigkeit sorgen“, so Klesen. „Wenn Strukturen vorhanden sind und sich bewährt haben, müssen diese auch erhalten werden.“ Quelle: www.bildungsklick.de Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie

Keine Chancengleichheit bei 10 Sekunden Förderung pro Kind Frühförderung von Kindern gehört zu den wichtigsten Aufgaben eines Landes, um allen Kindern eine Chancengleichheit zu verschaffen. Laut UNICEF erreichte Deutschland auch nach Einführung des Elterngeldes in der Kinderbetreuungsstudie lediglich die Hälfte der Kriterien und landete auf dem 13. Platz. „Gute Kindergärten und Krippen können entscheidend zur sozialen, emotionalen, sprachlichen und kognitiven Entwicklung der Kinder beitragen“, sagte der Autor der Studie, Peter Adamson, vom UNICEF-Forschungsinstitut „Innocenti“ in Florenz. Soziale Benachteiligungen könnten dadurch gemildert und die Basis für das spätere schulische Lernen gelegt werden. Die Probleme gehen in der Grundschule weiter und die Ergebnisse der PISA-Studie zeigen ebenfalls auf, dass auch in der Sekundarstufe keine ausreichende Förderung stattfindet. „Kein Wunder, wenn in einer Klasse 30 Schüler sitzen, pro Schulstunde netto nur 35 Minuten Unterricht stattfinden und dann soll in der Zeit auch noch binnendifferenziert gefördert werden. Da bleiben pro Schüler und Schulstunde rechnerisch noch nicht mal 10 Sekunden Förderung“, bemängelt Christine Sczygiel, Vorsitzende des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie. „Kinder mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie bleiben trotz guter Begabung in unserem Schulsystem auf der Strecke, weil schulisch nicht ausreichend gefördert werden kann. Die soziale Schere kommt so besonders deutlich zum Tragen, denn viele Eltern sind nicht in der Lage, die notwenig werdenden außerschulischen Therapien zu bezahlen.“ In der PISA-Studie wurde deutlich, dass sich die Länder, in denen es kleine Schulklassen gibt, deutlich verbessern konnten. Lehrer sind weder durch ihre Ausbildung noch durch die Rahmenbedingungen an unseren Schulen dazu in der Lage, Kinder mit besonderen Lernstörungen ausreichend zu fördern. „Wir brauchen dringend Netzwerke, die die betroffenen Kinder auffangen. Dazu gehören einerseits schulrechtliche Regelungen, die den Kindern in jedem Bundesland gleich gute Bildungschancen geben und andererseits individuelle Förderstrategien, die das Kind befähigen, einen begabungsgerechten Schulabschluss zu erreichen“, fordert Sczygiel. Trotz des insgesamt positiven Trends der PISA-Ergebnisse verweist auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auf die fehlende Chancengleichheit in den Schulen. Dies sei nach wie vor auch das größte Problem des deutschen Bildungssystems. Nach Aussage der Vizevorsitzenden der Bildungsgewerkschaft, Marianne Demmer, sei die konsequente Förderung von jungen Leuten, die die Mindeststandards in den Schulen nicht erreichen, die größte Herausforderung für die Schulpolitik. Auf der Homepage des BVL www.bvl-legasthenie.de erfahren Sie mehr über die Rechte von Legasthenikern und Dyskalkulikern. Kleine Aktion - ganz groß!

Unterstützung für Kinderhospiz Erste bundesländerübergreifende Benefizaktion der Landesschülervertretungen Thüringen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt startet - 5500 Schulen wurden aufgerufen das Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz zu unterstützen. 9 Die Landesschülervertretung Thüringen startet gemeinsam mit dem Landesschülerrat Niedersachsen und dem Landesschülerrat Sachsen-Anhalt die Benefizaktion „Kleine Aktion -- ganz groß!“ zu Gunsten von Familien, die von einem schlimmen Schicksal betroffen sind. Über 22.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden an einer lebensverkürzenden Krankheit. Bei dieser Diagnose stürzt für die Kinder, Eltern und Geschwister eine Welt zusammen. Um diesen Familien Beistand zu leisten und sie bei den schwierigen Herausforderungen des Alltags zu unterstützen, entsteht in Tambach-Dietharz das Kinderhospiz-Mitteldeutschland. Dort findet die gesamte Familie mehrfach im Jahr Entlastung, Ruhe und Gemeinschaft, um neue Kraft zu schöpfen. Der Bau des Kinderhospizes wird ausschließlich aus Spenden finanziert, da keine öffentlichen Mittel zur Verfügung stehen. „Für uns als Vertreter der Schüler und Schülerinnen in Thüringen war es eine schnell beschlossene Sache, hier helfen zu wollen. Bereits seit dem Jahr 2007 besteht mit der Landesschülervertretung Thüringen und dem Landesschülerrat Sachsen-Anhalt ein Kooperationsvertrag mit dem Ziel, das Kinderhospizprojekt zu unterstützen. Dieser Idee hat sich der Landesschülerrat Niedersachsen spontan angeschlossen - eine Kooperation auf die wir sehr stolz sind“, so Sindy Kahn, die vom Vorstand der Landesschülervertretung Thüringen zur Projektbeauftragten berufen wurde. Das Kinderhospiz selbst wird im thüringischen Tambach-Dietharz im Landkreis Gotha gebaut und wird für 12 Familien aus einem Einzugsgebiet von Thüringen und den angrenzenden Bundesländern die Möglichkeit geben, in der "Herberge des Lebens" Aufnahme zu finden. „Wir sind stolz auf die Schüler, dass sie sich dem Thema der Kinderhospizarbeit annehmen. Wir haben bereits in der Vergangenheit viele Spendenaktionen von Schulen erleben dürfen, aber eine solche bundesländerübergreifende Aktion ist einfach phantastisch“, freut sich der Vorsitzende des Fördervereins für das Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz, Klaus-Dieter Heber. Pressemitteilung Landesschülervertretung Thüringen

Ergebnisse der 324. Plenarsitzung der Kultusministerkonferenz Am 4. Dezember 2008 fand in Bonn die 324. Plenarsitzung der Kultusministerkonferenz unter dem Vorsitz ihrer Präsidentin, Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, statt. Im Mittelpunkt der Beratungen standen folgende Themen: - Bildungsstandards und Ländervergleich 2009 - Bildungsverantwortung der Länder im Ausland - Kultusministerkonferenz will Demokratieerziehung stärken - Deutsche Digitale Bibliothek - Finanzielle Förderung des Abraham Geiger Kollegs - Wahl des Präsidiums 2009 - Gespräche mit dem Präsidium der Hochschulrektorenkonferenz und der Bundesagentur für Arbeit Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Annegret Kramp-Karrenbauer, erklärt zu dem Beratungsergebnis: „Die Kultusministerkonferenz hat mit ihrer heutigen Entscheidung einen klaren und für alle Beteiligten nachvollziehbaren Fahrplan für künftige Leistungsvergleiche aufgestellt. Dabei halten wir an unseren Kompetenzanforderungen für den Sekundarbereich I fest. Selbstverständlich fließen die Ergebnisse von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9 aller Schularten in den standardbasierten Ländervergleich ein. Vor dem Hintergrund der kürzlich veröffentlichten Ergebnisse von PISA 2006-E hatten die Länder bereits bekräftigt, die Förderung leistungsschwächerer Schülerinnen und Schüler weiter voran zu treiben. Die Anforderungen an den Hauptschulabschluss werden nicht gesenkt. Es gilt, für möglichst jeden Schüler und jede Schülerin die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schulabschluss sowie Übergang in eine berufliche Ausbildung zu schaffen. In diesem Bereich liegt die vordringliche Herausforderung und Aufgabe in den kommenden Jahren.“ Mit Beginn des Jahres 2009 übernimmt der Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Herr Henry Tesch, die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz. Quelle: www.bildungsklick.de

Neue Qualität in der MINT-Nachwuchsgewinnung Netzwerktagung des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen Bielefeld 15.12.08. Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit: 16 Prozent mehr Studienanfängerinnen als im Vorjahr im Studienbereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik und 13 Prozent mehr in der Informatik. Darüber, wie dieser positive Trend fortgesetzt werden kann, diskutierten am 8./9. Dezember 2008 im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn im Rahmen der Netzwerktagung des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen rund 80 Teilnehmende aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Prof. Dr. Ursula van Rienen von der Universität Rostock betonte, dass für eine erfolgreiche Karriere in MINT (Mathematik - Informatik – Naturwissenschaften - Technik) nicht immer nur Leistung allein zählt, sondern oftmals die Notwendigkeit von strategischen Netzwerken insbesondere von Frauen unterschätzt wird. Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage, wie durch eine neue Qualität von Nachwuchs- Maßnahmen mehr Frauen für die MINT-Berufe gewonnen werden können. Der vielfältige Erfahrungsschatz der vergangenen Jahre muss jetzt genutzt werden, um in gemeinsamer Kraftanstrengung das Interesse von Mädchen und Frauen an MINT zu wecken und weiter zu fördern. Mach-MINT Projekte wie „CyberMentor“, sorgen bereits jetzt durch ein bundesweites EMail- Mentoring für eine breite Ansprache von Schülerinnen. Und mit „TasteMINT“ erhalten Abiturientinnen an der Schnittstelle Schule - Hochschule die Möglichkeit, ihre Potenziale für den MINT-Bereich zu erproben. Vorgestellt wurde eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeitsstrategie und das Beratungsangebot der Pakt-Geschäftsstelle. Für Paktpartner bestehen vielfältige Möglichkeiten, die geplanten Kommunikationsangebote des Pakts mit den eigenen Maßnahmen zu verknüpfen. Eine bundesweite Presse- und Medienarbeit und attraktive Informationsformate auf bundesweiten Berufs- und Fachmessen bieten flächendeckende Anlässe für erfolgreiche, gemeinsame Aktivitäten. Die Geschäftsstelle unterstützt zudem bei der Vermittlung von Expertinnen und Referentinnen zum Thema weiblicher MINT-Nachwuchs und stellt auf Anfrage aktuelle Daten und Fakten zur Verfügung. Unter dem Motto „Komm, mach MINT.“ hat Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan im Rahmen der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung den Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen ins Leben gerufen. Die Bundesregierung will gemeinsam mit den Paktpartnern das Engagement aller Beteiligten stärken und bündeln. Das breite Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft hat sich zum Ziel gesetzt, deutlich mehr junge Frauen für MINT-Berufe zu gewinnen. Der Pakt ist offen für weitere Partner, die sich für die Ziele des Paktes einsetzen und aktiv mitwirken wollen, um mehr Frauen für MINT-Berufe zu gewinnen. Die zentrale Geschäftsstelle beim Verein Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit, Bielefeld, koordiniert die gesamten Maßnahmen und Aktivitäten. Die Geschäftsstelle wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. www.komm-mach-mint.de Neue Befragung des Bildungsbarometers zur Schulstruktur Start der aktuellen Befragung

Landau, Dezember 2008. Diesmal steht die Schulstruktur auf dem Prüfstand. Damit greift das Bildungsbarometer ein zentrales und heiß diskutiertes Thema der Bildungspolitik auf. Denn: Eine immer größer werdende Anzahl von Personen macht die Schulstruktur für das schlechte Abschneiden des deutschen Bildungssystems verantwortlich. Sie erwarten von einer veränderten Struktur eine Verbesserung der Bildung und der Chancengerechtigkeit. Welche Wünsche und Vorstellungen aber die Bevölkerung hat, soll die aktuelle Befragung zeigen. Die aktuelle Befragung wird unter der Adresse dezember08.bildungsbarometer.de aufgerufen. 11 „Ein Fünftel der Befragten des letzten Bildungsbarometers erhoffen sich von einer anderen Schulstruktur ein höheres Maß an Chancengerechtigkeit im Bildungssystem. Daher wollen wir wissen, welche Strukturveränderungen sich die Eltern und Lehrer wünschen, um zu einer besseren Bildung zu gelangen“, erläutert Prof. Dr. Reinhold S. Jäger vom Zentrum für empirische pädagogische Forschung (zepf) der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau, das gemeinsam mit der Schülerhilfe das Bildungsbarometer realisiert. Die Initiatoren des Bildungsbarometers - zepf (Landau) und Schülerhilfe (Gelsenkirchen) - fragen daher danach, welchen Schulformen die Befragungsteilnehmer den Vorzug geben, wie groß die Klassen sein dürfen, welche Leistungen Schulen anbieten sollten, um alle Schülerinnen und Schüler optimal zu fördern. Außerdem stehen die Erfahrungen mit G8, der auf acht Jahre verkürzten Gymnasialzeit, ebenso im Fragenkatalog wie die viel diskutierte Entrümpelung der Lehrpläne. Alle an Bildung Interessierte sind aufgerufen, an dieser aktuellen Befragung teilzunehmen. Mit dieser Befragung geht das Bildungsbarometer in diesem Jahre in die fünfte Runde. Zuletzt wurden die Befragten zum Bildungsgipfel und zur Chancengerechtigkeit befragt. Alle Ergebnisse der vorangegangenen Befragungen können über den Link: www.vep-landau.de/Bildungsbarometer.htm abgerufen werden.

„LehrerInnen, handelt!“ Statt leerer Worte durch konkrete Aktionen Demokratie stärken! Mainz, 04.12.2008. Die Landesvertretung der Schülerinnen und Schüler Rheinland-Pfalz nimmt Stellung zum Aufruf verschiedener Bildungsministerien zur Förderung der Demokratieerziehung. „Demokratie heißt Erleben, heißt Mitbestimmen, heißt Handeln“, so Julian Knop, Außenreferent der LandesschülerInnenvertretung. „Als LandesschülerInnenvertretung fordern wir das schon seit geraumer Zeit für die Schule. Denn wir wissen: Nur wer Demokratie erlebt, kann Demokrat und Demokratin werden. Kaum eine Entscheidung im täglichen Schulleben wird wirklich demokratisch getroffen - da ist die Sorge vor Entdemokratisierung der Gesellschaft unserer Bildungspolitiker und Bildungspolitikerinnen ganz realistisch.“ Der Vertretung der Schülerinnen und Schüler gehen insofern die Ansätze der geplanten Stärkung der Demokratieerziehung durch erweiterten Geschichtsunterricht und besondere Auszeichnungen nicht weit genug, ebenso wird die generelle Einstellung des Ministeriums bezüglich Demokratie an Schulen kritisiert. „Vielmehr fordern wir Schülerinnen und Schüler eine echte Mitbestimmung an Stelle einer Mitwirkung, die für uns häufig nur Rederecht bedeutet. Laut dem rheinland-pfälzischen Schulgesetz haben im höchsten Beschluss fassenden Gremium der Schule, der Gesamtkonferenz, Schülerinnen und Schüler keine Stimme“, so Inga Wellstein aus dem Landesvorstand. Die Vertreterinnen und Vertreter sehen jedoch auch, dass ein Bedürfnis nach mehr Informationen zur Demokratie vorhanden ist. Dies würde jedoch nicht nur den Geschichtsunterricht umfassen. „Wir haben ein Fach in der Schule, das perfekt wäre, um Demokratie zu unterrichten und sie Schülerinnen und Schülern nahe zu bringen: den Sozialkundeunterricht. Dieser wird zurzeit jedoch erst ab der 9. Klassenstufe unterrichtet, und das in einem Umfang, dass Schülerinnen und Schüler nur das Gröbste wissen“, so Wellstein weiter. Die Vertretung der Schülerinnen und Schüler setzt sich für einen Sozialkundeunterricht ab der 5. Klassenstufe ein. Dieser soll umfangreicher mit Demokratieerziehung besetzt werden und auch SchülerInnenvertretungsstrukturen, die demokratischen Organe der SchülerInnen an Schulen, verstärkt beinhalten. Nur so könne richtige Beteiligung gestärkt werden. 12 „Trotz allem freuen wir uns, dass das Ministerium die Notwendigkeit der Demokratieerziehung in der Schule erkennt. Dennoch ist es wichtig, dass es bei bloßer Theorie allein nicht bleiben darf. Dass dabei mindestens die nun gegebenen Versprechen umgesetzt werden, werden wir kritisch verfolgen“, so Julian Knop. Quelle: bildungsklick.de und LandesschülerInnenvertretung Rheinland-Pfalz www.lsvrlp.de

didacta 2009 in Hannover Vom 10. - 14. Februar 2009 findet die Bildungsmesse didacta in Hannover statt. Der BundesElternRat wird, Dank der Unterstützung des Vds Bildunsmedien Frankfurt/M. auch im Jahr 2009 mit einem Informationsstand vertreten sein.

Impressum: Die BER-NEWS werden vom Bundeselternrat herausgegeben und können auf der Homepage abonniert werden: www.bundeselternrat.de Vorsitzender: Dieter Dornbusch Geschäftsstelle: Bundeselternrat Bernauer Straße 100 16515 Oranienburg Postanschrift: Postfach 10 01 21 16501 Oranienburg Telefon 03301 5755-37 oder -38 Telefax: 03301 5755-39 E-Mail: info@bundeselternrat.de Verantwortlich: Kathrin Hinze

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