vom 12.05.10
Veränderungen wagen - Mut machenNetzwerkarbeit für Kinder – Lernen vor Ort
Verbesserung der Übergänge im Bildungssystem
Veränderung wagen – Mut machen
Der Bildungsweg aller Kinder in Deutschland ist von vielen Übergängen geprägt. Der Schritt in einen neuen Lebens- und Bildungsabschnitt verbindet sich mit Hoffnungen, aber auch mit Ängsten und Zweifeln. Deshalb müssen Übergänge professionell gestaltet werden.
Ihr Erfolg darf nicht vom zufälligen Engagement Einzelner abhängen.
Die Übergänge vom Kindergarten in die Grundschule und von der Schule in Ausbildung oder Studium sind Meilensteine der Entwicklung und bringen das Kind und den Jugendlichen voran. Bei den unfreiwilligen Übergängen innerhalb des Schulsystems - horizontal zwischen den Schulformen, vertikal zwischen den Schulstufen - überwiegen Unsicherheit und Frustration. Der Wechsel von einem Bundesland in ein anderes ist nicht selten schmerzhaft. Der Wechsel in eine niedrigere Jahrgangsstufe bringt nachweislich keine positiven Effekte, im Gegenteil, er verschwendet Ressourcen.
Auch wenn ein bundesweit einheitliches Schulsystem mit gemeinsamem Lernen bis zum Ende der Pflichtschulzeit politisch derzeit nicht durchsetzbar ist, muss der Übergang in die weiterführenden Schulen entschärft werden. Er muss später erfolgen und zwar dann, wenn das Kind die notwendige Reife zur Bewältigung des Übergangs entwickelt hat. Der Zwang zur Trennung durch Bewertung und Abwertung, der die Schulsysteme der Bundesländer prägt, schadet der Entwicklung der Kinder.
Die Methode des entdeckenden Lernens, bewährt im Elementarbereich, muss über die gesamte Schulzeit beibehalten werden. Lernen hat Können zum Ziel, nicht nur Wissen. Es muss sich an den Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz orientieren, was den Wechsel an eine Schule in einem anderen Bundesland erleichtern würde.
Damit Übergänge besser gelingen, fordert der Bundeselternrat:
- Ausbau der Methodenkompetenz von Pädagogen
- sonderpädagogische Kompetenz muss an jeder Schule verfügbar sein, auch auf Leitungsebene
- Qualifizierung von Pädagogen für die Verzahnung von Übergängen
- Kooperation und Vernetzung aller Bildungsbeteiligten
Es gilt Kindern, Jugendlichen und Eltern Mut zu machen. Sie müssen Übergänge als Chance erleben. Eine Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Elternhaus und Bildungseinrichtungen, die gestaltet und gelebt wird, garantiert das Gelingen.
Bad Salzdetfurth, 9. Mai 2010
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